Der Vorfall ist schon einige Wochen her, doch noch sehr präsent in Corinna Stiebings Erinnerung. Die Berlinerin und ihre Schwester, die in Bamberg lebt, waren mit dem Zug nach Aschaffenburg gefahren und gegen 18 Uhr zurückgekommen. "Wir kamen am Bamberger Bahnhof an und wollten nur noch unser Ticket am Park-and-Ride-Parkplatz bezahlen. Da trat ein Mann aus einer Nische und machte mit Pfiffen und anzüglichen Bewegungen die ganze Zeit auf sich aufmerksam", erinnert sich Stiebing. Die Frauen versuchten den Mann zu ignorieren, bezahlten schnell und liefen zu ihrem Auto. Auch wenn der Fremde sie nicht angefasst habe, habe die Begegnung Eindruck hinterlassen, ihre Schwester habe in der Folgenacht kaum geschlafen und traue sich seither nicht mehr auf diesen Parkplatz. "Ich frage mich nur, wie sehr muss ich mich noch einschränken, um selbst beim Parken kein Risiko einzugehen?"

Der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt sind sonst keine derartigen Vorkommnisse aus der Brennerstraße bekannt. "Wir nehmen das sehr ernst, aber für uns ist das zum Glück nur ein Einzelfall", sagt auch Jan Giersberg, Pressesprecher der Stadtwerke Bamberg, die den Parkplatz betreiben. Das von Corinna Stiebing geforderte Wachpersonal für den Parkplatz sei nicht realisierbar, die Überwachung des öffentlichen Raums liege bei der Polizei. Die Berlinerin und ihre Bamberger Schwester fühlen sich mit dem Problem alleingelassen und fordern nicht nur an Parkplätzen mehr Überwachungskameras.

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