Insgesamt präsentierten 127 Youngsters in der Hochschule Hof ihre Projekte. Der Wettbewerb wendet sich an die jüngsten Forscher, die maximal 14 Jahre alt sein dürfen. In Oberfranken haben sich diesmal 73 Jungen und 54 Mädchen mit insgesamt 69 Arbeiten an "Schüler experimentieren" beteiligt.

Im Fachbereich Geo- und Raumwissenschaften war sich die Jury schnell einig: "Feinstaubalarm?!" heißt der Sieger. Fabian Gärtig (12 Jahre) vom Clavius-Gymnasium Bamberg (CG) und sein Bruder Jonas Gärtig (10 Jahre) von der Domschule Bamberg haben an dem Projekt gearbeitet. In immer mehr deutschen Städten werden Fahrverbote wegen einer zu hohen Feinstaubbelastung durchgesetzt. Die winzig kleinen Partikel, die durch Reifen- und Bremsabrieb, aber auch durch Dieselfahrzeuge entstehen, stehen im Verdacht verschiedene Atemwegserkrankungen und Lungenkrebs auszulösen.

Brüder geben Entwarnung

Mit einem selbstgebauten Messgerät haben die Brüder die Feinstaubbelastung vor dem Clavius-Gymnasium und im Pausenhof der Schule gemessen. Die Feinstaubwerte an der Kapuzinerstraße zeigen zwar mehr Schwankungen und sind etwas höher als auf der Pausenhofseite, erreichen jedoch nie im Tagesdurchschnitt den kritischen Wert von 40 µg/m3, den die EU als Grenzwert festgelegt hat. Außerdem haben sie untersucht, ob sich unterschiedliches Wetter auf die Feinstaubbelastung auswirkt. Als Sieger in ihrem Fachbereich dürfen die beiden Brüder im April am Landeswettbewerb teilnehmen und Oberfranken vertreten.

Auch der dritte Platz in Geo- und Raumwissenschaften geht nach Bamberg. Youri Dusek aus der 5. Klasse des Franz-Ludwig-Gymnasiums Bamberg (FLG) hat sich in seiner Wettbewerbsarbeit mit "Fixsternen, Exoplaneten, benachbarten Galaxien und Zwergplaneten" beschäftigt und die Jury überzeugt.

Der "E-Ball" von Antonia Bickel (FLG) und Gorka Urzua (CG) brachte den Schülerinnen der 8. Klasse den dritten Platz im Fachbereich Mathematik und Informatik. Der E-Ball 2.0 stellt eine Weiterentwicklung ihres letztjährigen Projektes dar. Statt per Fernbedienung erfolgt seine Steuerung nun per Licht und Geräusch. Ein selbst entwickeltes Programm und ausgetüftelte Mechanik sowie Elektronik im Inneren des Balls machen dies möglich.

Knete leitet Strom

Die Grundschule Bischberg freut sich über den zweiten Platz im Fachbereich Physik: Jakob Bickel und Johanna Klug, beide 4. Klasse, stellten nach eigener Rezeptur eine "Stromleitende Knete" her und optimierten ihr Rezept so, das mit der Knete Stromkreise gelegt werden können. Rezeptvarianten ermöglichen eine Veränderung des Widerstandes.

Auf großes Interesse stieß auch die Arbeit von Matthias Krebs im Fachgebiet Technik. Der Sechsklässler vom FLG entwickelte mit Lego-Mindstorms und Arduino ein Notrufsystem, das per Spracherkennung ausgelöst werden kann.