Eine Neugestaltung des Platzes vor dem Verwaltungsgebäude der VG Steinfeld - gleichzeitig Rathaus der Gemeinde Stadelhofen - soll den "krönenden Abschluss" der Dorferneuerung in Steinfeld bilden. Bisher wurden mehrere Plätze im Ort saniert, zum Beispiel um die Kirche. Als Voraussetzung für das nunmehr letzte Projekt beschloss der Gemeinderat unter Leitung von Bürgermeister Ludwig Göhl jetzt mehrheitlich eine von fünf Planungsvarianten, die das Weismainer Architekturbüro Georg Dietz vorgelegt hatte.

Diese sieht eine teilweise Pflasterung des Vorplatzes an dem bereits energetisch sanierten Gebäude, weitere Stellplätze an der Westseite des Rathauses für das Personal sowie eine Neuordnung der Parkplätze und eine bessere Ausstattung des nebenan befindlichen Spielplatzes vor.

Von den fünf vorgelegten Varianten konnten sich die Räte an dreien wegen zu hoher Kosten oder aus anderen Gründen nicht "erwärmen". Die verbleibenden zwei unterschieden sich vor allem durch die Anordnung der Parkplätze auf dem Platz im Norden des Rathauses: Schräg oder gerade lautete hier die Frage, die vom Gemeinderat mit der knappen Mehrheit von 6:5 Stimmen zugunsten einer geraden Stellplatz-Markierung gelöst wurde (siehe Grafik).

Gepflastert werden soll die "Ecke" im Eingangsbereich des Rathauses, wo auch die drei Bürgermeister der VG gewohnheitsmäßig ihre Dienstfahrzeuge abstellen. Noch nicht endgültig geklärt ist, ob auch der Bereich der neuen Personalparkplätze eine Pflasterung erhalten kann. Das hängt von der finanziellen Entwicklung der Gemeinde ab. In jedem Fall eine Bitumen-Decke erhält der große Besucher-Parkplatz im Norden des Gebäudes schon aus Winterdienst-Gründen.

Ob das Konzept verwirklicht werden kann, hängt aber noch vom Amt für Ländliche Entwicklung ab. Denn die Behörde weist darauf hin, dass die Dorferneuerung für Steinfeld eigentlich für beendet erklärt wurde, man wolle nicht noch einmal neu beginnen. Ohne den 50-prozentigen Zuschuss des Amtes aber könne die Gemeinde das 70.000-Euro-Projekt im kommenden Jahr nicht stemmen, erklärte Bürgermeister Ludwig Göhl. Ersatzweise käme ein neuer Asphaltbelag für den Rathausplatz in Frage.

Ein Provisorium aber sei angesichts der zahlreichen Nutzer des Platzes nicht plausibel zu machen, haben doch immerhin neben der Verwaltung auch die Volkshochschule, die Musikschule und die Bücherei im Rathaus ihren Sitz, Sportgelände und Spielplatz befinden sich nebenan. Im vergangenen Jahr sei das Vorhaben lediglich aus finanziellen Überlegungen "geopfert" worden, so Göhl. "Weil die Flurbereinigung noch nicht abgeschlossen ist, werde ich beim Amt nochmal vorsprechen". Denn der Platz sei ebenso wie die Pfarrkirche oder die Wiesent quelle ein Aushängeschild des Ortes mit einer hohen Besucher-Frequentierung. Geplant sei deshalb ferner der Bau eines Pavillons anstelle der jetzigen Doppelgarage und die Aufstellung einer Tischtennisplatte. Bleiben sollen der Basketballkorb und dfie Fahnenmasten am Spielplatz.