Sie gestalten das Gemeindeleben mit und vertreten die Interessen der Gläubigen - die Katholiken in Bayern haben ihre Pfarrgemeinderäte neu gewählt. Im Erzbistum Bamberg waren etwa 636.000 Katholiken aufgerufen, sich an der Wahl zu beteiligen.

Unter der Internet-Adressehttp://www.pfarrgemeinderatswahl-bamberg.de/ergebnisse/index.html hat das Erzbistum Bamberg die ersten Ergebnisse aus den einzelnen Pfarreien bereits veröffentlicht. Um die gewünschte Pfarrei zu finden, müssen Sie das entsprechende Dekanat anklicken.

"Die Wahlen haben reibungslos funktioniert", berichtete derweil der Geschäftsführer des Diözesanrats der Erzdiözese München und Freising, Josef Peis, am Sonntagabend. "Wir stellen einen eindeutigen Trend fest, dass in den Landregionen die Wahlbeteiligung vergleichsweise hoch und im städtischen Bereich sehr niedrig ist."

Auf dem Land hätten teils mehr als 20 Prozent der wahlberechtigten Katholiken ihre Stimme abgegeben, schilderte Peis. "Dort, wo Briefwahl möglich war, lag die Wahlbeteiligung bei bis zu 50 Prozent." In rund der Hälfte der Bistümer in Bayern konnten die knapp sechs Millionen wahlberechtigten Gläubigen ausschließlich oder als zusätzliches Angebot per Post wählen. Vorreiter war das Bistum Würzburg, wo die Briefwahl schon länger angeboten wird und die Wahlbeteiligung 2010 bei 33 Prozent lag. Landesweit waren es nur rund 16 Prozent.

Zur Wahl aufgerufen waren Katholiken ab 14 Jahren, nur im Bistum Passau dürfen schon 12-Jährige abstimmen. Die Pfarrgemeinderäte werden alle vier Jahre gewählt. Zuletzt bekleideten rund 31.800 Menschen ab 16 Jahren in Bayern das kirchliche Ehrenamt. Ihre Aufgabe ist es, mit dem Pfarrer und seinen Mitarbeitern das kirchliche Leben in der Gemeinde zu gestalten und die Interessen der Gläubigen zu vertreten.

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