Das Dach der ehemaligen Dominikanerkirche, heute Aula der Universität, hat vom Silvester-Feuerwerk keinerlei Schaden davon getragen. Der Anruf eines Anwohners bei der Freiwilligen Feuerwehr kurz nach Mitternacht hatte sich, wie berichtet, zum Glück als falscher Alarm herausgestellt.

Erleichtert darüber ist man auch im Staatlichen Bauamt, das für den Bauunterhalt dieses Bamberger Einzeldenkmals verantwortlich ist und zudem die laufende Sanierung des Dachstuhls betreut.

Weil die riesige Dachfläche an einigen Stellen noch offen ist, sei die Gefahr, dass Feuerwerkskörper eindringen können, tatsächlich groß gewesen, sagte auf Anfrage Abteilungsleiter Hubert Wagner.

Das Bauamt hatte nach seinen Angaben deshalb vorgesorgt und eigens einen Wach- und Schließdienst für die Stunden des Jahreswechsels engagiert: Ein Mann habe im Dachstuhl die Stellung gehalten.


Wachdienst günstiger als möglicher Schaden

Mit einem Feuerlöscher hätte er im Ernstfall bis zum Eintreffen der Feuerwehr Schlimmeres verhindern können, so Wagner. Nach seinen Angaben hatte das Bauamt schon zum Jahreswechsel 2011/2012 eine nächtliche Wache organisiert.

Damals war das Dach auf der dem Fluss zugewandten Seite sanierungsbedingt offen. Die Kosten für den Wach- und Schließdienst seien lächerlich im Vergleich zum Schaden, der hätte entstehen können.

Ein Feuer in Bambergs größtem Dachstuhl hätte nicht nur für die Uni-Aula selbst verheerende Folgen. Im dicht bebauten Sand wäre die Gefahr, dass andere historische Anwesen in Mitleidenschaft gezogen werden, groß.

Deshalb war die Freiwillige Feuerwehr in der Nacht zum Neujahrstag mit einem Großaufgebot an gerückt. Quelle des Rauchs, der für den Anrufer wohl wie ein beginnender Dachstuhlbrand ausgesehen hat, soll ein Kamin gewesen sein.