Seit Jahren ringt Burgwindheim um eine tragfähige Lösung zur Befestigung des Festplatzes. Die Kerwaburschen und -Madli, die für die Organisation dieses wichtigen Events zuständig sind, klagen seit langem über die Staubbelastung auf dem Areal. Genau deswegen haben sie Probleme, Bands zu finden, die unter diesen Bedingungen auftreten. Da die Kerwa 2014 vor der Tür steht, drängt die Zeit. Deswegen widmete sich der Marktgemeinderat dieser brisanten Thematik mit einer Sondersitzung.

Damit möglichst viele Zuhörer im Sitzungssaal Platz finden, war die Sitzordnung im Gremium verändert. Allerdings nicht unbedingt zur vollen Zufriedenheit der Ratsmitglieder, wie deren Kommentare deutlich machten. Für die vielen interessierten Burgwindheimer "Kerwa-Macher" war zumindest Platz.

Das "Thema Festplatz" sei nicht neu, rekapitulierte Bürgermeister Heinrich Thaler (CSU) eingangs und nahm Bezug unter anderem auf den jüngsten Ortstermin. In dem Zusammenhang habe sich gezeigt, dass ein Großteil der Vereine kein Interesse an der Nutzung des Festplatzes habe. Im Vorfeld waren bereits Angebote für die Pflasterung der Fläche, auf der das Festzelt steht, eingeholt worden und es hatte eine Baugrunduntersuchung gegeben, teilte Thaler weiter zur Vorgeschichte mit. Der Platz sei laut Fachleuten nicht zu befestigen, Firmen würden auf Arbeiten hier keine Garantie geben. Es sei in der Folge weiter überlegt worden, wie man das Areal staubfrei bekommen könnte. Dazu schlug der Bürgermeister das Aufbringen von Basaltschotter vor.

Polenz spricht sich für Integration in das Leader-Programm aus

Zweiter Bürgermeister Johannes Polenz (DLB) warf die Frage in den Raum, ob es bei einer Befestigung wirklich zu so gravierenden Setzungen komme, wie von Thaler beschrieben. Angesichts der Kosten sprach er sich für die Integration in ein Programm, und konkret in das Leader-Programm aus. Bekanntlich soll der Bereich Dorfsee im Rahmen eines Projektes neu gestaltet und zu einer Art Badesee werden.

Um Setzungen (nach einer Befestigung) zu vermeiden schlug Rainer Firsching (DLB) eine Tonnage-Begrenzung auf maximal 7,5 Tonnen vor. Peter Thomann ((DLB) votierte dafür, diese Kirchweih mit einer provisorischen Lösung zu überbrücken und im kommenden Jahr "was Anständiges" zu machen. Für Franz Werner (CUW) ist entscheidend, dass es heuer nicht staubt, wobei er mit dem Provisorium leben könnte. Einmal mehr plädierte Sebastian Loch (BBL) fürs Teeren der Fläche.

Bürgermeister Thaler unterstrich seinerseits erneut und aus Kostengründen, dass Teeren und Pflastern angesichts der fehlenden Gewährleistung für ihn nicht in Frage kommen. Harald Pflaum (CSU) erinnerte an das Gemeinde-Entwicklungsprogramm und die damit zu erwartenden Zuschüsse für Projekte. Den Förderaspekt griff der Zweite Bürgermeister auf und meinte, man könne eine Befestigung durchaus vorfinanzieren. Dass man die Befestigung nicht von langwierigen Verfahren abhängig machen dürfe unterstrich Katharina Lehnert (BBL). Falle die Kerwa ein paar Jahre aus, dann sei sie "im Arsch."

Angesichts der drängenden Zeit wurden die Kerwa-Burschen und -Madli gefragt, ob sie in diesem Jahr mit einer Zwischenlösung leben könnten. "Spätestens nächstes Jahr muss der Platz dann befestigt sein", forderte dazu Stefan Fuchs (CSU). Namens der Kerwa-Macher war Christian Bätz nicht von staubfreiem Schotter zu überzeugen. Er signalisierte Bereitschaft für ein Provisorium für dieses Jahr und schlug einen Hackschitzeluntergrund vor. Den müsste die Gemeinde beschaffen und auch wieder abfahren. Darauf einigte sich das Gremium - unter der Voraussetzung, dass zu Beginn des nächsten Jahres eine tragbare (dauerhafte) Lösung gefunden ist, unter Berücksichtigung von Fördermitteln im Zusammenhang mit der Dorfseegestaltung.

Dass in Sachen Ferienprogramm dringend etwas passieren müsse, daran erinnerte die bisherige langjährige Jugendbeauftragte Claudia Oppel. In diesem Jahr würde sie noch einmal mithelfen. Es sei schwierig, einen neuen Jugendbeauftragten zu finden, ließ Bürgermeister Thaler dazu wissen.