Stolz sein auf den Heimatort, sich wohl und geborgen fühlen, sich ganz mit Hirschaid identifizieren: Das soll durch die Imagekampagne "Mein Hirschaid" erreicht werden, die vom Bürgermeisterkandidaten der Freien Wähler, Georg Kestler, gestartet wurde.

Rund 100 Hirschaider folgten der Einladung zu einer parteiübergreifenden Kampagne, in der gute Idee gesammelt und auf ihre Machbarkeit hin überprüft werden sollen. Kestlers Ziel: "Hirschaid muss als größte Gemeinde im Landkreis Bamberg ,state-of-the-art' werden, den möglichst hohen Entwicklungsstand erreichen."

Georg Kestler forderte im vollbesetzten großen Saal der Brauerei Kraus seine Zuhörer auf, darüber nachzudenken, was Hirschaid charakterisiere, was die Gemeinde lebens- und liebenswert mache.

Der Bürgermeisterkandidat eräuterte seine Idee: "Hirschaid muss einen besonderen Stellenwert bei seinen Bewohnern bekommen, egal ob jung oder alt". Kestler will mehr als dass sich die Hirschaider nur wohlfühlen in einem Markt, in dem "doch so alles gut läuft und eigentlich alles in Ordnung ist".

"Ein bisschen über uns hinauswachsen, das sind wir unseren Kindern schuldig. Tun wir was!" motivierte er die Anwesenden. Die Bürger sollen das auch nach außen äußern können. Dazu stellte Kestler die von der Agentur "Werktakt" entwickelte Internetseite www.mein-hirschaid.de vor und lud dazu ein, von diesem Angebot zur Interaktion Gebrauch zu machen.

Gemeinsam mit Erstem Bürgermeister Andreas Schlund, stellvertretendem Landrat Johann Pfister sowie den beiden stellvertretenden Bürgermeistern aus Hirschaid, Romana Gensel und Erwin Krämer, schaltete Georg Kestler symbolisch die Webseite frei. Ab sofort können alle Bürger ihre Eindrücke, Emotionen und Erinnerungen an ihr Hirschaid "posten".

Kestler appellierte an alle Anwesenden, als Botschafter dieser Kampagne für die Marktgemeinde unterwegs zu sein. Diese Plattform sei überparteilich, neutral, offen und solle alle Menschen zusammenbringen. Das "Wir-Gefühl" solle dadurch verstärkt werden.

Dieses Wir-Gefühl wurde durch die zahlreichen Stellungnahmen der Referenten bestätigt. So schwärmte Romana Gensel vom "Zauber von Hirschaid", während Erwin Krämer auf die historischen Geschehnisse und das Image von Sassanfahrt einging. Neben der Vorsitzenden des Tanzvereins "Tanzrythmus Hirschaid", Gerlinde Stache, berichtete Andreas Schlund über die wichtigsten Werte von Hirschaid. Für ihn sind Bildung, Erziehung und Kultur die wichtigsten Säulen der Marktgemeinde.

Stellvertretender Landrat Pfister sieht in der Kampagne einen neuen Lernprozess, der Hirschaid voran bringen werde. Hilde Kraus, Seniorchefin der Brauerei Kraus, erzählte aus ihrem Leben und von ihren Erfahrungen in Hirschaid. Für sie sind Verantwortung, Begeisterung und Arbeitseinsatz die Basis einer gemeinsamen Zukunft.

Einen gefühlsbetonten Schlusspunkt setzte Frank Rattel, der mit seinen musikalischen Einlagen die Zuhörer begeisterte und die Botschaft der Veranstaltung letztlich zu einer Herzensangelegenheit machte.