Im Prozess um den brutalen Mord an einem Landsmann wurden die Urteile gegen zwei Syrer gesprochen: Die beiden syrischen Flüchtlinge sind vom Landgericht Bamberg wegen Mordes zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Strafkammer sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass die 22 und 19 Jahre alten Männer einen 26-jährigen Landsmann in einer Asylbewerberunterkunft brutal ermordet und ausgeraubt haben.


Prozess gegen zwei Syrer: Besondere Schwere der Schuld

Gegen den Älteren sprach das Gericht eine lebenslange Gefängnisstrafe aus, zudem ist die besondere Schwere der Schuld festgestellt worden. Der Jüngere wurde zu zwölf Jahren Haft nach Jugendstrafrecht verurteilt. Wird die Schwere der Schuld festgestellt, ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.

Unter Alkohol- und Drogeneinfluss hatten die beiden vor etwa einem Jahr ihr Opfer in der Flüchtlingsunterkunft Zapfendorf (Landkreis Bamberg) gefesselt, geknebelt und erstochen. Dann nahmen sie 1260 Euro Bargeld, ein Handy und Zugtickets mit aus dem Zimmer des Opfers.

Der Verteidiger des älteren Täters hatte sich für eine Verurteilung nur wegen Beihilfe zum Mord und eine neunjährige Haftstrafe ausgesprochen. Auch der Anwalt des jüngeren Angeklagten plädierte für eine Verurteilung nur wegen Beihilfe zum Mord.


In der Flüchtlingsunterkunft: Landsmann gefesselt und erstochen


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