Ab kommenden Montag ist Bambergs Innenstadt für eine ganze Woche wieder im Blues- und Jazzfieber. "Und wenn es Backsteine hagelt, wir lassen uns die Stimmung nicht verderben", bekräftigte Citymanager und Veranstalter Klaus Stieringer bei der Pressekonferenz im Gasthaus Sternla. Seine scherzhafte Bemerkung, dass das Tiefdruckgebiet im August nur auf den Beginn des Jazzfestivals warte, um zuschlagen zu können, kam nicht von ungefähr: In den vergangenen Jahren waren zahlreiche Auftritte beim Blues- und Jazzfestival verregnet. Doch wie meinte Jazzsänger Tony Bulluck bei einem seiner Regenauftritte einmal: "Das ist kein Regen, das ist der Blues." Alles eine Frage der Einstellung eben.

Unabhängig von dem, was das Wetter so bringen wird, verspricht der Veranstalter ein "tolles, abwechslungsreiches" Festival. Über 40 Musikgruppen aus dem In- und Ausland werden auf den beiden Bühnen an Maxplatz und Gabelmann auftreten. Das inzwischen sechste Open-Air-Festival ist dank zahlreicher Sponsoren kostenfrei. Stieringer erwartet rund 100.000 Besucher.

"Wir haben heuer das bisher beste und ausdrucksstärkste Festival der letzten fünf Jahre", betonte der künstlerische Leiter Volker Wrede. Durch neue Sponsoren habe man diesmal das Budget für die Gagen erhöhen und so hervorragende Bands nach Bamberg einladen können. Die Stilrichtung gehe einmal mehr "querbeet durch den Gemüsegarten". Dabei wechseln sich internationale Topkünstler und regionale Musiker ab. Zudem hat Volker Wrede bei der Auswahl der Künstler durchaus in Kauf genommen, zu polarisieren. "Wir haben zwei Bühnen. Wem die Musik auf der einen nicht gefällt, kann einfach zur anderen wechseln." Laut Wrede ist bei der Vielzahl der unterschiedlichen Stilrichtungen für jeden Musikgeschmack etwas dabei.

Geheimtipp kommt aus Amerika


Als ultimativen Geheimtipp empfiehlt der künstlerische Leiter die aus Amerika kommende Soulgruppe "Vintage Trouble". "Müssten wir diese heute für einen Auftritt buchen, könnten wir sie mit unserem Budget nicht mehr bezahlen", berichtet Volker Wrede. Denn die Band um Frontmann Ty Taylor sei derart auf einem aufstrebenden Ast, dass es einfach Glück gewesen sei, die Musiker nach Bamberg holen zu können.

Ans Herz legen möchte der künstlerische Leiter auch "The Three Ladies of Blues & The Gustav Csik Trio". Diese seien nicht nur die teuerste Band, die er für das Festival eingekauft habe, sondern auch eine sehr beeindruckende. Wrede: "Mit einer Mischung aus Blues und Jazz machen sie nicht nur erstklassige Musik, sondern liefern dazu noch eine tolle Show mit bunten Kostümen und dergleichen".

Den Schlusspunkt des Festivals wird wie bereits in den letzten fünf Jahren eine Ska-Band setzen. "Ich denke, das ist immer gut angekommen und so habe ich mit Leo und The Lineup diese Tradition beibehalten und sie als Schlussact engagiert."

Wann: Das Jazzfestival startet am Montag, 6. August, um 16.30 Uhr und endet am Sonntag, 12. August, um 21.30 Uhr.

Bühnen: Diese befinden sich am Gabelmann und am Maxplatz. Das Programm beginnt Montag bis Donnerstag an beiden Bühnen jeweils ab 16.30 Uhr und endet um 21.20 Uhr. Am Freitag starten die Konzerte bereits um 16 Uhr, am Samstag um 15 Uhr und am Sonntag bereits um 10 Uhr (mit einem musikalischen Frühschoppen). Musikschluss ist am Freitag und Samstag um 22.30 Uhr und am Sonntag wieder um 21.30 Uhr.

Eintritt: Das Festival ist kostenfrei, mit dem Erwerb eines Festabzeichens oder Programmheftes können die Besucher allerdings die Organisation des Festivals unterstützen.

Nebenprogramm: Am Abend, wenn auf dem Maxplatz die Musik endet, laden zahlreiche Gaststätten und Lokale zum Kneipenprogramm ein. Livemusik wird es dann im Live-club, Mojow und im Art-la-Carte (Tennisclub Hain) geben.

Internet: Das ausführliche Programm gibt unter www.mybamberg.de