Autofahrer aufgepasst: Mit einer bundesweiten 24-Stunden-Kontrolle will die Polizei nächste Woche von Donnerstag, 6 Uhr, bis Freitag, 6 Uhr, gegen Raser vorgehen. Bei diesem ersten deutschlandweiten Blitz-Marathon werden 14.700 Polizisten mehr als 8.600 Kontrollstellen einrichten.

In vielen Bundesländern beteiligen sich zusätzlich Mitarbeiter der Kommunen an dem Blitz-Marathon, auf den sich die Innenminister auf ihrer Konferenz im vergangenen Frühjahr verständigt hatten. "Mit ihm bringen wir die Menschen zum Nachdenken und führen ihnen die Gefahren von zu schnellem Fahren vor Augen", sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD), der die in seinem Bundesland bereits viermal erprobte Aktion gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) vorstellte.

"Wichtiger Beitrag im Kampf gegen Unfälle"

Die Kontrollstellen in den einzelnen Bundesländern sollen vorab veröffentlicht werden. Caffier nannte die 24-Stunden-Kontrolle einen "wichtigen Beitrag im Kampf gegen Geschwindigkeitsunfälle und deren schlimmen Folgen". Auch Jäger bezeichnete Geschwindigkeitskontrollen als "notwendig, um Menschenleben zu schützen".

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen waren bei den bislang vier landesweiten 24-Stunden-Kontrollen trotz vorheriger Ankündigung zahlreiche Temposünder erwischt worden - obwohl die Autofahrer insgesamt langsamer unterwegs waren. Jäger zufolge zeigen Daten aus NRW-Polizeibehörden, dass auch im Zeitraum zwischen den im Februar 2012 gestarteten Blitz-Marathons in dem Bundesland langsamer gefahren wurde.

Jäger: Auch geringe Überschreitungen gefährlich

Die meisten der ertappten Temposünder wurden demnach bei den NRW-weiten Kontrollen nicht mit extrem überhöhter Geschwindigkeit gemessen - ein Großteil überschritt das Tempolimit vielmehr in eher geringem Maße. "Aber gefährlich sind bereits die geringen Überschreitungen", warnte Jäger. Wissenschaftliche Untersuchungen hätten ergeben, sagt Jäger, dass bereits eine Verringerung des durchschnittlichen Geschwindigkeitsniveaus um zwei Kilometer pro Stunde zu 15 Prozent weniger Toten und Verletzten führe.

(Quelle: www.heute.de)