Von den 1306 kontrollierten Radfahrern wurden 561 mittels einer Verwarnung beanstandet. Davon wurden 222 mit einem Verwarnungsgeld zur Kasse gebeten. Die häufigsten Gründe für die Verwarnungen waren die verbotswidrige Benutzung des Gehweges, Fahren in der Fußgängerzone, Fahren entgegen der Einbahnstraßen, Fahren auf dem falschen Radweg und auch bei Dunkelheit ohne Licht.

Auch 72 Ausrüstungsverstöße beziehungsweise Mängel an Fahrrädern wurden festgestellt. In zwanzig Fällen missachteten Radfahrer eine rote Ampel. Die Mehrzahl zeigte sich überrascht, dass in diesen Fällen Bußgelder von 60 - 100 Euro sowie ein Punkt im neuen "Fahreignungsregister" vorgesehen sind.

Bei zwei Radfahrern wurde ein übermäßiger Alkoholkonsum mit mehr als 1,6 Promille festgestellt und sie wurden nach Ausführung einer Blutentnahme wegen eines Vergehens der Trunkenheit im Verkehr angezeigt.

Im Rahmen dieser Kontrollen fielen natürlich auch Pkw-Fahrer durch Rotlichtverstöße auf. Allein 83 Fahrzeugführer wurden wegen Nutzung des Mobiltelefons angezeigt. Insgesamt wurden 123 Bußgeldanzeigen erstellt.

Ziel war es laut Polizei, im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 - "Bayern mobil - sicher ans Ziel" - die Sicherheit des Verkehrs in der Weltkulturerbestadt im Hinblick auf das Verhalten von Radfahrern sowie die Ausrüstungsvorschriften zu fördern. Laut eigener Aussage wird die Polizeiinspektion Bamberg-Stadt auch im weiteren Jahresverlauf verstärkt ein Augenmerk auf die Radfahrer richten.