Wer sich am Samstagabend von flackernden Kerzen, Feuerschalen und Lampen den Weg weisen ließ, konnte das Gebiet zwischen Theuerstadt und Gärtnerviertel neu entdecken.

Das Kulturfest ,,Lichthöfe" schickt seine Besucher auf eine Reise durch verwinkelte Hinterhöfe, kleine Gärten und versteckte Ecken. Ob Märchenstunde am Feuer, kunstvolle Lichtinstallationen, Filmvorführungen unter freiem Himmel oder musikalische Darbietungen, nach Einbruch der Dunkelheit besitzen die 20 Lichtstationen in Bamberg-Mitte einen ganz eigenen Charme.

Bereits zum sechsten Mal ermöglichen Geschäftstreibende, Anwohner und Kultureinrichtungen einen Blick auf das, was hinter den Häuserfassaden liegt. ,,Es gibt hier so viele kleine Dinge zu entdecken, die selbst einige Bamberger nicht kennen", erklärt Gabriele Schellerer, die deshalb ihren privaten Garten im barocken Stil für Besucher geöffnet hat.

Individuell, nicht kommerziell

Susanne Seggelke, Vorstandsvorsitzende der Interessengemeinschaft ,,Aktive Mitte" spricht von einer ,,liebgewonnen Tradition im Viertel. Das Besondere an den Lichthöfen ist, dass es ein Fest aus der Mitte ist: von Bürgern für Bürger. Es ist sehr individuell und nicht kommerziell". Das findet Anklang: Laut Veranstaltern ist das Interesse an den ,,Lichthöfen" seit der Initiierung des Projekts stetig gewachsen, die Rückmeldungen fielen sehr positiv aus.

Größer werden sollen die ,,Lichthöfe" jedoch nicht, die Maximalgröße ist inzwischen erreicht. Neu im Programm waen dieses Jahr wandelnde Kunstwerke und Musiker, aber auch die Ausstellung von Werken dreier Künstlerinnen des Berufsverbandes der Bildenden Künstler (BBK) und die Abschlussveranstaltung in der Gangolf-Kirche.
Wie der ,,Aktiven Mitte" ist auch der Stadt Bamberg daran gelegen, das Viertel attraktiver zu machen und unterschiedliche Menschen, Kulturträger und -schaffende zusammenzubringen. Dr. Christian Lange, zweiter Bürgermeister und unter anderem Kulturreferent der Stadt, sieht eine erfolgreiche Entwicklung durch die ,,Lichthöfe" und betont den Gewinn für die Gemeinschaft: ,,Der Zusammenhalt im Viertel wächst."

Hauptorganisatoren waren Straßenmanager Sandra Trunk und Patrick Moos, beteiligt war auch die Lenkungsgruppe der IG Aktive Mitte , die auch teilweise mit eigenen Lichtstationen aktiv dabei war.