Pünktlich um 11 Uhr wurde der Tag der Franken von den Kreuzschuher Kerwamusikanten wortwörtlich "eingeläutet". Trachtenvereine, Brauchtumspfleger und viele interessierte Bürger fanden sich am Freitag auf dem Maxplatz ein, um den Tag der Franken standesgerecht zu begehen - auch eine Gruppe asiatischer Touristen erlebte so fränkische Tradition aus erster Hand.

Nach dem Geläut stimmten die Kerwamusikanten mit "Ja wir sind Franken" die Anwesenden auf eine traditionsbewusste Feier ein. Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) betonte in seiner Rede, dass man bereits im fränkischen Rechen die Eigenschaften der Bewohner in der Region ablesen kann. So stünde das Rot für die Liebe und das Feuer, das Weiß oder Silber für Fortschrittliches Denken, weltoffene Modernität und die schlichte Fränkische Eleganz. "Der fränkische Rechen könnte nicht besser zu uns passen. Drei Spitzen sind hier zu sehen. Ganz klar: Wir Franken sind spitze!"

Dem deutschen König und späteren Kaiser Maximilian dem Ersten ist es zu verdanken, dass sich eine gemeinsame fränkische Kultur und Identität entwickelen konnte. Durch die Gründung des fränkischen Reichskreises im Jahr 1500 wurde eine Kulturregion geschaffen, in der sich Bräuche und Gepflogenheiten gebildet haben und bis heute überdauern. Kabarettist Mäc Härder symbolisierte die Einheit und trat als "König der Franken" auf.

Der Oberbürgermeister betonte: "Noch heute profitieren wir von der Gründung des Fränkischen Reichskreises. Denn nur so konnte sich eine gemeinsame fränkische Identität entwickeln. Wir identifizieren uns mit unserer Region, mit unserer Kultur, mit unserer Lebensqualität." Bamberger Bier und "Brodwörschd" standen an zwei Ständen exemplarisch für Produkte aus der Region zum Testen bereit. Auch die Metropolregion Nürnberg informierte über Wirtschaft, Industrie, Kultur und Freizeit in Franken.

Rosalinde Clement aus Bamberg kommt aus voller Überzeugung zu beinahe jeder Veranstaltung zum Tag der Franken. "Ich bin stolz auf Franken. Sehr schön, dass es einen solchen Tag gibt. Wo sonst ist es so schön wie auf einem Keller in Franken?" Auch Walter Rottmann hat sich aus Trosdorf auf den Weg zum Tag der Franken auf dem Maxplatz gemacht. Er ist der Meinung: "Wir Franken wissen wo wir herkommen und wer wir sind: ein eigenständiger Volksstamm. Mit den Oberbayern haben wir nichts zu tun."

OB Starke schlug allerdings versöhnliche Töne zur Beziehung zwischen Franken und Altbayern an: "Immerhin leben wir gemeinsam im schönsten Bundesland der Republik, so dass für uns jeder Tag ein Tag der Franken ist".