"Bamberg ist nicht nur eine Basketball-Hochburg, sondern auch ein traditionsreicher Fußballstandort", weiß Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD). Und als Fußballstandort wurde die Stadt jetzt sogar noch weiter aufgewertet: Die Bezirksgeschäftsstelle Oberfranken des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) wurde von Bayreuth nach Bamberg verlegt. Bereits seit dem 1. August stehen die Mitarbeiter des BFV dort zur Verfügung.

Die offizielle Einweihungsfeier fand am Wochenende statt. "Ich bekenne ganz ehrlich, dass ich auch ein wenig stolz bin", verriet BFV-Präsident Rainer Koch dabei den geladenen Gästen - unter ihnen auch Staatssekretärin Melanie Huml und der Stellvertretende Landrat Georg Bogensperger.


Bamberg machte das Rennen


Nachdem klar war, dass der Verband eine neue Geschäftsstelle in Oberfranken brauchte, hatte es einen kleinen Wettbewerb gegeben: Sowohl dem Bamberger als auch dem Bayreuther Oberbürgermeister wurde beschrieben, was man sich vorstellte. Der BFV wollte Eigentum erwerben, das Objekt sollte verkehrsgünstig gelegen sein sowie über eine repräsentative Lage verfügen.

Am besten wurden diese Anforderungen durch eine Immobilie umgesetzt, die es auf dem freien Markt eigentlich gar nicht zu erwerben gab. "Das war nur durch das Offenlegen der Ideen gegenüber der Stadt möglich", erklärte BFV-Präsident Koch zufrieden bei der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle. Die Räume wurden am 30. April übernommen und drei Monate später, am 1. August, bereits in Betrieb gesetzt.

Nach der Zentrale in München ist die Bamberger Geschäftsstelle mit 274 Quadratmetern nun die größte Niederlassung des Verbandes. Der Sitzungssaal ist mit 36 Plätzen sogar größer als sein Pendant in München. Nicht zuletzt deswegen versicherte Bezirksvorsitzender Karlheinz Bram: "Der BFV wird hier sicherlich die ein oder andere Konferenz abhalten".


Finanziert vom DFB


Die Kosten wurden vom Deutschen Fußballverband (DFB) aus dem Gewinn der Frauenweltmeisterschaft 2011 zur Verfügung gestellt, "um die Struktur des Amateurfußballs nachhaltig zu stärken", wie BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher erklärte. Für Umbau, Einrichtung, etc. wurden etwa 140 000 Euro fällig, in die Immobilie selbst etwa 500 000 Euro investiert.

Nach und nach sollen alle sieben Bezirksgeschäftsstellen erneuert und zu eigen gemacht werden - das erklärte BFV-Präsident Koch als das Ziel seiner Amtszeit. Während in Nürnberg (Bezirk Mittelfranken) "nur" renoviert wurde, wurde in Würzburg (Bezirk Unterfranken) ebenfalls neu gebaut - zusammengearbeitet wurde dort mit demselben Architekten wie zuletzt in Bamberg, Peter Frühwirth. Nun fehlen noch vier weitere Geschäftsstellen: Oberbayern, Niederbayern, Schwaben und die Oberpfalz.

Frühwirth wünschte den Mitgliedern des Verbandes bei der Schlüsselübergabe vor allem, dass in der neuen Geschäftsstelle "wirklich Leben einzieht".

Das wünscht sicherlich auch Stefan Kießling, der dem BFV das Trikot überreichen ließ, das er bei seinem letzten Heimspiel getragen hat - und mit dem er zwei Tore gegen Wolfsburg geschossen hat. Der gebürtige Lichtenfelser, der seit 2006 für Bayer 04 Leverkusen spielt, ist aktuell der wohl erfolgreichste Fußballer Oberfrankens. Das Trikot ist ein Symbol dafür, dass auch ihm der Nachwuchs am Herzen liegt.

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