Im Bamberger Haingebiet hatten Bürger gegen die geplante Moschee in der Ottostraße protestiert. Nun wird das Projekt in Bamberg-Nord realisiert. Wie erst diese Woche bekannt wurde, hat die Verwaltung einem Antrag des deutsch-arabischen Vereins auf Umnutzung von Flächen in der Baunacher Straße statt gegeben. Das Haus, das bereits von Flüchtlingen bewohnt wird, soll künftig einen Gebetssaal mit 70 Plätzen sowie Schulungsräume beherbergen. Kritik äußerten die Stadträte daran, dass die Entscheidung, die wohl rechtens war, ohne Beteiligung der Öffentlichkeit stattfand. Bei einem brisanten Thema wie diesem hätte auch der Stadtrat eingebunden werden müssen. Nun sind Zweifel angebracht, ob ein Widerruf der Genehmigung noch möglich ist. Doch auch im Bamberg-Nord gehen die Bürger nun auf die Barrikaden gegen die umstrittene Einrichtung.

Dabei sind die Bürgern in Bamberg-Nord nicht grundsätzlich gegen die neuen Gebetsräume. Doch sie verlangen, dass die erforderlichen Rahmenbedingungen für Brandschutz, Parkplätze und öffentliche Beteiligung Berücksichtigung finden. Sie weisen darauf hin, dass es in ihrem Stadtteil bereits drei vergleichbare Einrichtungen gibt.

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