Adelheid Waschka hat die Geracher Geschichte beschrieben - und umgeschrieben. In ihrer umfassenden Ortschronik hat die Historikerin nachgewiesen, dass Gerach noch viel älter ist, als angenommen. Zu Zeiten, als Bamberg noch Entwicklungsland war, zu Anfang des 8. Jahrhunderts, hat der König hier bereits Gericht gehalten - denn Gerach lag an der Hohen Straße, einer königlichen Verkehrsader. Einfach war das Leben der Menschen aber nicht. "Die Geracher waren immer arm", sagt Waschka. Der Boden gab nicht viel her - außer für ein paar Ziegel.

"Dürrobsthändler und Kesselflicker: Dafür sind die Geracher bekannt", sagt Bürgermeister Gerhard Ellner, der sich freut, nach zwölf Jahren die Geracher Chronik vorstellen zu dürfen. "Die Mitarbeit der Menschen im Ort war außergewöhnlich", berichtet Waschka beeindruckt. Herausgekommen ist eine bewegte Chronik, von den Fehden der Adelsgeschlechter, bis zum Leid der Bauern, von heidnischen Kultplätzen bis zu Hexenprozessen, von Kriegswirren bis zu großen Freudenfesten. Nachzulesen ist das alles in der Chronik, die am Freitag, 21. Dezember, um 14 Uhr im Rathaus präsentiert wird und dort und in weiteren Stellen erhältlich ist.

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