Bei der Beratung des Haushaltsplans für das Jahr 2013 ging es zeitweise lautstark und kontrovers zu. Bürgermeister Georg Hollet (BBL) gab in der Sitzung des Schönbrunner Gemeinderats einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Finanzen.

In den letzten Jahren habe die Gemeinde Schönbrunn kräftig in notwendige Maßnahmen investiert wie Dorferneuerung Frenshof, Breitbandversorgung, Geh- und Radweg von Ampferbach nach Halbersdorf, Kinderbetreuungseinrichtungen in Schönbrunn, Umbau der Alten Schule in Steinsdorf, Zuschuss zum Neubau der Kapelle in Oberneuses, Umbauten am Mühlbach zwischen Oberneuses und Schönbrunn, Bau der Abwasseranlage für Oberneuses und Zettmannsdorf, Verlegung der öffentlichen Bücherei ins Rathaus. "Die Dorferneuerungsarbeiten in Steinsdorf mit Schwerpunkt Brunnenstraße und Brunnenplatz dauern bis Jahresende an", sagte er.

Kämmerer Klaus Dorsch von der VG Burgebrach kann auch für das Kalenderjahr 2013 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Seit dem 31. Dezember ist die Gemeinde "schuldenfrei."

Turnhalle lieber später

Damit es in den Jahren 2014 bis 2015 zu keinem finanziellen Engpass kommt - rund 780 000 Euro müssen eingespart werden - muss mit der Regierung in Oberfranken noch geklärt werden, ob die Generalsanierung der Grundschule Schönbrunn- Ampferbach in Teilschritten, ohne Abkoppelung von Fördergeldern (35 Prozent) durchgeführt werden kann. Durch die Verschiebung der Maßnahme Turnhalle um zwei bis drei Jahre könnte ein Einsparpotenzial von rund 800 000 Euro erzielt werden, so Klaus Dorsch.

Alternativ käme als Einsparmöglichkeit nur noch die Verschiebung oder Streichung des Feuerwehr- und Gemeinschaftshauses Frenshof, sowie ein Abspecken des Projekts Feuerwehrhaus in Schönbrunn (anstelle von zwei nur ein Stellplatz) infrage. Auch bei den Außen anlagen ist noch Luft nach unten.

Für das Feuerwehrhaus in Schönbrunn sind bereits Planungskosten in Höhe einer fünfstelligen Zahl angefallen. Der Ankauf des Grundstücks ist erfolgt. Die bestehenden Beschlüsse sollten nicht ignoriert werden. Die Feuerwehr gehört zu den Pflichtaufgaben einer Gemeinde, so Bürgermeister Hollet. Leonhard Hofmann (BBL) sprach sich entschieden gegen eine weitere Verschiebung der Dorferneuerung in Grub aus.

Frank Scheller, als Sprecher der CSU, sprach von einen "nicht ausgewogenen Haushalt". Jeder sollte einen Beitrag leisten. Die Einnahmen sollten durch eine Anhebung der Gewerbesteuer verbessert werden, sagte er. Die Kosten für den Neubau des Feuerwehr-Gemeinschaftshauses in Frenshof, der Schönbrunner Feuerwehr und der Schule sollten zusammengestrichen werden. Der Aufzug für die Bücherei sollte abbestellt werden.

Hubert Bickel (OLS) plädierte für eine Angliederung der Schule und der Feuerwehrhäuser für die nächsten acht bis zehn Jahre an Burgebrach. Burgebrach solle den Feuerwehrdienst übernehmen. Mit Burgebrach sollte eine Vereinbarung getroffen werden, dass die Schule Schönbrunn dauerhaft mit belegt wird, damit die Investition für die Sanierung der Schule gesichert sei.

Wilfried Lagler (OLS) sprach sich gegen die drei Großprojekte aus. Die Projekte für die Feuerwehren sollten nach hinten verschoben und die Maßnahme Schule in zwei Teile aufgespaltet werden. Zweiter Bürgermeister Ottmar Oppelt (CSU) gab der Schule die absolute Priorität. Das Vorhaben Feuerwehr Frenshof müsse gestoppt und Schönbrunn verschoben werden, sagte er. Auf Antrag von Hubert Bickel (OLS), wurde der Beschluss zur Haushaltssatzung 2013 mit 8:4 Stimmen zurückgestellt. In einer Klausurtagung sollen alle Projekte auf dem Prüfstand kommen.