Bamberg
Weihnachten

Advents- und Weihnachtsmärkte lockten Besucher nach Bamberg

Am Stephans- und Jakobsberg in Bamberg war auf den Advents- und Weihnachtsmärkten für alle Sinne was geboten. Wer bereit war, konnte sich auf Weihnachten einstimmen lassen.
Monique, Cindy und Conny kamen aus Thüringen, um sich den Adventsmarkt am Stephansberg anzusehen. Foto: Joseph Beck

Noch bevor man den Adventsmarkt rund um die Kirche St. Stephan und die Johanniskapelle am Bamberger Stephansberg betrat, wurde man schon von zwei Schafen und einem Esel begrüßt. Sie taten das zwar stille, aber jeder, vor allem die Kinder wurden wie magisch zu ihnen hingezogen.

Natürlich ließen sie sich streicheln und übertrugen so eine positive Grundstimmung auf alle Besucher, die sich dem interkulturellen Kunsthandwerker-Adventsmarkt näherten. Dem konnte auch das zuweilen doch ungemütliche Wetter nichts entgegensetzen, denn die Gäste gingen dann einfach in den Kapitelsaal, die Kapelle oder den Kindergarten. In diesem gab es eine große Gemäldeausstellung der Kinder und einige "verkauft" zeigten, dass auch an den Kunstwerken der Kleinen Interesse bestand.

Von Schmuckartikel bis Bratwurst

Auch die Stände in der Kapelle mit Scherenschnitten, Zinnornamenten, Holzschnittkarten, Schmuck, Marmeladen und selbst gestrickten Socken zogen die Aufmerksamkeit der zahlreichen Besucher auf sich. Hinter dem Kindergarten gab es neben Dekorations- und Schmuckartikeln auch eine gut besuchte Bratwurstbude und beim Essen der Bratwürste hatte man noch dazu gratis einen tollen Blick auf Bamberg und bis hinauf zum Jura, denn plötzlich schien sogar wieder die Sonne.

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Eröffnet wurde der Adventsmarkt von Ingrid Kasper an der Orgel und der Mezospranistin Jasmin Steiner, die auch zwischen der Ansprachen einfühlsame deutsche und anderssprachige Lieder vortrug. Bettina Kröner, die Leiterin und Organisatorin des Marktes, freute sich bei ihrer Begrüßungsansprache, dass wieder rund 50 Betreiber ihre Buden und Stände aufgebaut hätten, die sogar bis aus dem Elsass angereist kamen. Die Bandbreite der angebotenen Werke und Waren war sehr breit gefächert und handwerklich und künstlerisch hochwertig. Sie dankte auch Mohammed Adalla vom Migranten- und Integrationsbeirat und seinen Helfern für die Unterstützung.

Pfarrer Walter Neunhöffer wies darauf hin, dass "sich anrühren lassen", wie es die vorige Musik getan habe, der Sinn des Weihnachtsfestes sei. "Sich begegnen über die Grenzen hinweg, ist wichtig für das Fest", empfahl der Pfarrer. Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) nahm gerne die Eröffnung des bereits sechsten Interkulturellen Adventsmarktes vor und unterstrich, dass in der Stadt über 130 verschiedene Nationalitäten lebten. Er sehe mit Freude, dass sich einige von ihnen hier präsentieren.

Erlös für ukrainische Kinder

Ihre kulinarischen Spezialitäten boten sie im Stephanshof an. Wer allein die Speisen aus der Ukraine wie Borschtschsuppe oder Varenky oder Holubzi probieren wollte, wurde schon hier satt. Auch die so freundlich und nett angepriesenen Waren der ukrainischen Studentinnen Marina, Iryna und Oksana gegen eine Spende konnte man schwerlich verweigern, wird doch der Erlös für krebskranke ukrainische Kinder, die im Bamberger Klinikum behandelt werden, verwendet.

Das kulturelle Rahmen-Programm im Kapitelsaal und in der Kirche von St. Stephan war über die zwei Tage verteilt und so interessant, dass die Besucher wohl alle länger blieben als angedacht. Es wurde von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St. Stephan organisiert.

Musik am Jakobsberg

Einen Hügel weiter lockte der ebenfalls sehr attraktive Don-Bosco-Adventsmarkt um Combonihaus und Josefsheim am Jakobsberg, den zweiter Bürgermeister Christian Lange (CSU) und die Don-Bosco-Musikanten eröffneten. Auch hier wechselten sich die Buden mit kunsthandwerklichen Geschenkartikeln ab mit denen mit Essen, Trinken und Leckereien. Fast alle wurden von den verschiedenen Wohngruppen von Don-Bosco betreut. Da das Don-Bosco-Jugendwerk heuer sein 100-jähriges Jubiläum feiert, hatten sich die Jugendlichen mächtig ins Zeug gelegt und wirbelten wie flinke Wiesel hin und her.

Mehrere Bands und Musikgruppen unterhielten die zahlreichen Besucher musikalisch und spirituell in der Kapelle oder im Innenhof.

Ein weiterer begehrter Platz war das große Zelt des Zirkus Giovanni, in dem die kleinen und großen Kinder alleine mit den Betreuern oder ihren Eltern und Großeltern akrobatische Übungen vollführen oder mit Reifen, Jonglierflaschen und Tellern auf Stäben übten. Manchmal hatten die Eltern etwas ihre Ruhe, oft aber wurden sie von den Kindern in das Werfen, Fangen oder Jonglieren einbezogen und machten dann natürlich begeistert mit.

Der große Markt um das Josefsheim war dieses Jahr etwas entzerrt, da die Organisatoren einige Buden vom Eingang auf den asphaltierten Platz vor das Zirkuszelt verlegt hatten. Aber auch hier drängelten sich die Besucher bis in die Abendstunden, da das Programm so vielfältig war.