Unglückstelle Berliner Ring: Am Donnerstagabend, gegen halb neun, erfasste ein Auto eine Radfahrerin. Die Radfahrerin wurde nach dem Zusammenstoß verletzt ins Klinikum Bamberg eingeliefert, Lebensgefahr bestand nach Polizeiangaben keine. Die Straße war während der Unfallaufnahme für eine halbe Stunde in Richtung Hallstadt gesperrt.

Beide Verkehrsteilnehmerinnen waren auf der Moosstraße, vorbei an Bosch und Bowlingcenter, in Richtung Berliner Ring unterwegs. Die Autofahrerin ordnete sich auf dem Linksabbiegestreifen ein und fuhr bei Grün in Richtung Hallstadt auf den Berliner Ring. Die Radlerin wollte den Kreuzungsbereich am Berliner Ring auf der von ihr aus gesehen linken Straßenseite in Richtung Gartencenter überqueren. Wenn die Ampel für Linksabbieger Grün zeigt, ist auch am Fußgängerüberweg auf Höhe Gartencenter Grün. Soweit die Auskünfte der Polizeiinspektion Bamberg am Tag danach. Demnach kann man wohl davon ausgehen, dass die Autofahrerin beim Linksabbiegen die Radfahrerin übersehen hat, als diese ebenfalls von links kommend den Berliner Ring an der Ampel überquert hat.

Schon wieder ein schrecklicher Verkehrsunfall mit einem Radfahrer - und schon wieder am Berliner Ring: Das denken jetzt viele Bamberger, und einige davon tauschen sich auch in den sozialen Netzwerken darüber aus. Der schreckliche Unfall vom Dreikönigstag an der Kreuzung Berliner Ring/Zollnerstraße, bei dem eine 24 Jahre alte Radfahrerin von einem Lastwagen überrollt und getötet wurde, ist noch in frischer Erinnerung.


Zahlen für 2014

Die Verkehrsstatistik, aus der hervorgehen wird, bei wie vielen Unfällen im vergangenen Jahr Fahrradfahrer betroffen waren, steht noch aus. Aber schon jetzt dürfte feststehen, dass 2015 das letzte Jahr in dieser negativen Hinsicht übertreffen wird.

Wie Polizeihauptkommissar Holger Dremel mitteilt, wird jeder Verkehrsunfall, der von den Beamten der Polizeiinspektion Bamberg Stadt aufgenommen wird, von speziell geschulten Kollegen bearbeitet. Über sie findet ein direkter Austausch mit der Straßenverkehrsbehörde statt. Außerdem setzt sich eine Arbeitsgruppe mit dem Thema Radverkehr auseinander. Es gibt laut Dremel regelmäßig Begehungen, bei denen Unfallschwerpunkte begutachtet, neu eingeschätzt und bewertet werden.

Die Polizei hat nach diesem Unfall zwei Ratschläge: Linksabbiegen entbindet nicht vom doppelten Schulterblick und: "Egal ob der Radfahrer im Recht ist oder nicht, er ist immer der schwächere Verkehrsteilnehmer. Es lohnt sich noch mehr Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen und über die Schulter zu schauen", so Dremel.