Eigentlich hat sich Peter Frankenstein in diesem Jahr keine Höchstleistung, keine persönliche Bestzeit vorgenommen: "Ich laufe dieses Jahr nur zum Spaß mit", sagt Frankenstein vor dem 21-Kilometer-Lauf. Einen kleinen Spickzettel hat sich der Bamberger, den es mittlerweile in den Landkreis Haßberge gezogen hat, aber trotzdem geschrieben.

Auf seiner linken Handfläche stehen sechs verschiedene Zwischenzeiten. Aufgekritzelt mit Kugelschreiber, so wie damals zu Schulzeiten: Kilometer 5, 9, 13, 17, 19 und 20 bekommen eine Zeitangabe zugewiesen. Eben die Zeiten, die Frankenstein in diesem Jahr laufen möchte und nach den Vorbereitungen im vergangenen halben Jahr auch leisten kann. Obwohl ihn die Grippewelle erwischt hat, fühlt sich Frankenstein fit: "Ich hatte Glück, dass ich relativ früh krank war", sagt er. Obwohl auch er beim Training eine Pause einlegen musste, "konnte ich rechtzeitig wieder durch die Stettfelder Natur laufen", sagt er. Dass er wieder - insgesamt jetzt schon zum siebten Mal - bei der Königsdisziplin des Welterbelaufs antreten würde, stand für ihn nie zur Debatte: "Das gehört einfach dazu."

Nach seiner aktiven Fußballzeit war Peter Frankenstein damals auf der Suche nach einem Ersatz-Sport und hat ihn im Langstreckenlaufen gefunden. Normalerweise joggt er ja lieber für sich durch die Weinberge rund um Stettfeld. Wenn aber der Startschuss für den Bamberger Halbmarathon fällt, dann kann Frankenstein auch das Gewusel durch die Bamberger Gassen genießen.