Am Tag des Weltkulturerbelaufs regiert in Bamberg der Sport. Höhepunkt wird der Halbmarathon ab 15.30 Uhr sein. Nicht nur auf der Strecke geht es rund. In der gesamten Domstadt wuselt es. Wer ist da unterwegs? Welcher Aufwand wird zur Verpflegung betrieben? Ein Mega-Event in Zahlen.

Jubel an der Strecke
Je nach Wetter rechnen die Veranstalter mit einer Zuschauerzahl von 30.000 bis 35.000, die von der Polizei geschätzte maximale Zuschauerzahl lag die letzten Male bei rund 40.000 Fans.

Nicht alle kommen ins Ziel
Am Weltkulturerbelauf können maximal 12.300 Sportler teilnehmen. Angemeldet haben sich 11.700. Beim Halbmarathon kann es sein, dass Sportler nicht antreten. Auch kommen nicht alle ins Ziel: Die Zahl der "Finisher" liegt bis zu 20 Prozent unter der Zahl der Starter, erklärt Martin Sage vom Orgateam.

Mehr Männer als Frauen - bis auf eine Ausnahme
Beim Sparkassen-Lauf (Halbmarathon) gehen 3000 Männer und 700 Frauen an den Start. Beim Brose-Lauf (10,9 Kilometer) sind es 2200 Männer/1300 Frauen. Am Wieland-Lauf (4,4 Kilometer) dreht sich das Verhältnis: Hier sind 580 Männer und 720 Frauen angemeldet.

Schülerlauf nicht ausgebucht
Die Schülerläufe sind mit etwa 2450 Läufern nicht ganz ausgebucht. Die Hälfte der Teilnehmer sind Mädchen. Beim Stadtwerke-Schülerlauf für Schüler ab der 5. Klasse (4,1 km) treten mehr Mädchen an (rund 490) als Jungen (450). Der Bambini-Lauf ist komplett ausgebucht.

Das nominell stärkste Team
Das stärkste Team ist das Bosch-Team mit rund 460 Startern quer durch alle Erwachsenenläufe. Die Firma Brose hat 260 Läufer am Start, die Sparkasse 150, Wieland, die Caritas und das Nepro-Sport-Team je zirka 100. Ein großes Teilnehmerfeld kommt auch aus Bambergs Partnerstadt Feldkirchen: Das Marathonteam Feldkirchen geht mit 25 Sportlern an den Start.

Altersschnitt beim Halbmarathon höher
Beim Sparkassen-Lauf ist der typische Läufer ein Mann um die 40 Jahre. Beim Brose-Lauf sind die Teilnehmer jünger: Der durchschnittliche Läufer ist hier Mitte 30.

Stolzes Alter
Der älteste Teilnehmer ist 83 Jahre alt und nimmt am Wieland-Lauf teil. Auch die älteste Frau (79 Jahre) geht bei diesem Wettbewerb an den Start.

Jüngster Teilnehmer
Gerade mal vier Jahre alt sind die jüngsten Läufer. Die eigentlich unterste Altersgrenze für den Böhnlein-Bambini-Lauf liegt bei fünf Jahren. Die Vierjährigen sind besonders sportlich.

Die meisten kommen aus der Region
Die Masse der Läufer kommt aus der Region, nicht nur aus Stadt und Landkreis Bamberg, sondern auch aus Landkreisen bis in den Schweinfurter, Coburger und Nürnberger Raum. Der Weltkulturerbelauf wird bewusst nicht überregional beworben, damit die Läufer der Heimat einen Platz bekommen.

Im Schnitt zwei Stunden
Die durchschnittliche Zeit beim Halbmarathon liegt bei knapp über zwei Stunden, Frauen sind im Schnitt zehn Minuten langsamer. Beim Brose-Lauf liegt die Durchschnittszeit bei einer Stunde und fünf Minuten. Frauen sind wiederum einige Minuten langsamer. Teilnehmer am Wieland-Lauf brauchen im Schnitt knapp 27 Minuten, Frauen knapp 29 Minuten.

Der Schnellste im Ziel
Die Spitzenläufer bei den Männern benötigen für den Halbmarathon weniger als eine Stunde und 20 Minuten, bei den Frauen weniger als eineinhalb Stunden. Die Teilnehmer dürfen nicht viel langsamer als zwei Stunden und 50 Minuten sein, da irgendwann die Straßensperrungen aufgehoben werden. Brose-Lauf: Männliche Spitzenläufer schaffen die Strecke unter 37 Minuten, die besten weiblichen Athleten benötigen weniger als 45 Minuten. Die Spitzenzeiten beim Wieland-Lauf liegen unter 15 Minuten bei den Männern und unter 17 Minuten bei Frauen.

Im Ziel: 13.000 Gebäckstücke
Beim Brose- und Sparkassen-Lauf gibt es an Versorgungsstellen entlang der Strecke und im Ziel grenzenlos Wasser. Dazu stehen in etwa 110.000 Pappbecher bereit. Im Ziel gibt es außerdem 3500 Liter Mineralgetränk sowie für Erwachsene alkoholfreies Weißbier. Am Ende können sich die Läufer zudem mit rund 6000 Äpfeln, 6000 Bananen und 13.000 Stück Gebäck stärken.

Jede helfende Hand wichtig
Am Wochenende sind über 1500 Helfer von Vereinen, Polizei, Feuerwehr, THW, Rotem Kreuz, Reservisten der Bundeswehr, Stadt Bamberg und mehr im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf der Wettbewerbe zu ermöglichen.