Der 1. Januar 2013 wird einen festen und unverrückbaren Platz haben: Nach 34 Jahren "Juniorpartnerschaft" in der Verwaltungsgemeinschaft mit Stegaurach hat Walsdorf nach einem fünfjährigen, mitunter auch steinigen, Weg das Ziel erreicht: eine eigenständige Verwaltung mit Sitz in der Gemeinde.

Dieser tiefe Einschnitt in der Historie des Dorfes wurde von allen Beteiligten nicht nur geschrieben, sondern am Silvesterabend auch gelebt. Die Gemeinde hatte gerufen, und Bürger aus allen Ortsteilen versammelten sich ab 22 Uhr im Herzen des Dorfes, um die "Unabhängigkeit" zu feiern, und das neue Jahr gemeinsam zu begrüßen. Nachdem sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten gelang es sogar, den einen oder anderen Nachbarn oder Bekannten zweifelsfrei zu identifizieren.

Kalt war dabei niemandem. Ging auch gar nicht, bei dem Gedränge. In den Qualm von Lagerfeuern und Feldöfen mischten sich bald die dichten Rauchschwaden der abgefeuerten Raketen und Böller, und eine deftige, gut gewürzte Suppe aus der Gulaschkanone sorgte für eine solide Unterlage.

Vor dem Feuerwerk, das erst zögerlich, und dann mit Macht einsetzte, brannten erst die Aurachtaler Blasmusikanten, dann der Posaunenchor ein Feuerwerk ab. Sie mussten arbeiten an diesem Abend, und auch Bürgermeister Heinrich Faatz (CSU) stieg noch einmal in den Ring. Seine Neujahrsansprache kam gleich nach "Also sprach Zarathustra". Dann wurde geknallt, und zwar ordentlich. Das vertreibt die bösen Geister, sagt man. Die waren ja eigentlich schon vertrieben, aber so ein paar davon bleiben ja immer übrig.