Es erfülle ihn immer wieder mit Stolz, wenn er sehe, wie viel ehrenamtliche Arbeit zum Wohle der Bamberger Bürger geleistet werde, erklärte Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) bei einem Festakt im Alten Rathaus. Gemeinsam mit Bürgermeister Werner Hipelius (CSU) übergab er das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten an vier Bamberger, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich engagieren.

Helmut Hennemann wurde für sein jahrzehntelanges Engagement für den Remeiskreis Bamberg geehrt. "Sie gehören seit 1962 jener Gruppe von Männern an, die sich der Heimatpflege verschrieben haben und in liberalem Denken ihrer Heimatstadt dienen", würdigte der OB. Zu seinen Verdiensten zähle sicherlich, dass der Remeiskreis trotz Mitgliedermangels auch heute noch existiere und sich die Mitglieder nach wie vor jeden Donnerstag zu einem gemeinsamen Treffen zusammenfinden. Ferner habe er Bildungsreisen organisiert, Dokumente über die Geschichte Bambergs gesammelt und zahlreiche Initiativen zur Programmgestaltung des Vereins ergriffen. "Zudem sind Sie seit 1962 Mitglied der Naturfreunde Bamberg und seit 1974 ununterbrochenes Mitglied des Naturbeirates der Stadt", berichtete Starke.

Joseph Schramm hingegen wurde für sein soziales Engagement beim Ökumenischen Besuchsdienst ausgezeichnet. "Seit 20 Jahren besuchen Sie ältere und einsame Menschen, die selten oder gar keinen Besuch mehr bekommen und spenden ihnen menschliche und emotionale Nähe", erklärte der Oberbürgermeister. Damit hätte er so manchen Heimbewohner aus seiner Isolation befreit und ihm ein Gefühl der Dazugehörigkeit vermittelt. Zudem ist Joseph Schramm seit fast 50 Jahren aktives Mitglied des KAB-Diözesanverbands Bamberg. "Sie machen ihre Arbeit für die KAB ohne großes Aufsehen um ihre Person und stellen stets die Belange anderer Menschen in das Zentrum ihres Handelns", betonte das Stadtoberhaupt.

Seit vielen Jahren ist Reinhold Teufel Mitglied im Obst- und Gartenbauverein Bamberg-Kaulberg und seit 1992 dessen Vorsitzender. "Während dieser 20-jährigen Amtszeit konnten Sie durch unermüdliches und tatkräftiges Engagement sehr viel Positives für den Verein bewirken", lobte Starke. So sei es ihm beispielsweise gelungen, die Mitgliederzahlen durch stetige Akquise um ein Dreifaches auf aktuell 440 Mitglieder zu erhöhen. Er habe aber auch die Kinder- und Jugendgruppe "Die Kaulberger Eichhorn" gegründet, welche mittlerweile 40 Kinder und Jugendliche an den Umgang mit der Natur heranführe. Ferner organisiere Teufel unzählige Kurse zur Veredelung von Obstbäumen und zum richtigen Baumschnitt.

Gertrud Wagner bekam das Ehrenzeichen für ihre ehrenamtliche Tätigkeit beim Hospiz-Verein Bamberg. "Sie sind seit seiner Gründung im Jahre 1990 dort aktiv und sind seit mehr als drei Jahrzehnten aktive Sterbebegleiterin", würdigte der OB. Eine Aufgabe, die sehr viel Kraft und Stärke erfordere. Gertrud Wagner kümmere sich aber nicht nur um die Sterbenden und deren Angehörigen, sondern sie sei zuständig für Führungen im Hospizverein, verwalte das Medienarchiv und die Vereinschronik.