Wie die Frankenpost berichtete, gefalle es Stegner nicht, dass "hinter seinem Rücken und ohne ihn zu informieren" Verhandlungen mit anderen möglichen Sponsoren für die Namensgebung der Halle geführt würden. Sein Vertrag mit der Bamberg Arena Betriebsgesellschaft mbH (BAB), ein Zusammenschluss von drei Gesellschaftern, die die Halle betreiben, endet zum 30. Juni 2013.

OB ist überrascht
"Ich finde es sehr ungewöhnlich, über die Medien erfahren zu müssen, dass Herr Stegner seinen Vertrag nicht weiter verlängern möchte. Zumal wir ja noch mitten in den Verhandlungen stecken", sagte am Montag Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) auf Anfrage. Allerdings betonte er, dass die BAB neben Stegner auch mit anderen Interessenten über das Namenssponsoring verhandle. "Es ist unsere Pflicht, umsichtig und klug das Namensrecht für die drittgrößte Mehrzweckhalle in Bayern zu vergeben. Die Halle hat einen hohen Werbewert. Daher verhandeln wir natürlich auch mit anderen, um das beste Verhandlungsergebnis zu erzielen", betonte der OB. Laut Starke ist der Gesprächsfaden mit Stegner noch nicht abgerissen. Zumal man diesem für sein großes Engagement sehr dankbar sei und natürlich hoffe, dass er weiterhin ein Herz für den Bamberger Basketball zeige.

Heyder sucht das Gespräch
Nicht minder erstaunt war auch Brose Baskets-Geschäftsführer Wolfgang Heyder. "Ich stand ständig im direkten Kontakt mit Franz Stegner und habe persönlich über die Partnerschaft gesprochen", so Heyder. Denn obwohl die Vergabe der Namensrechte für die Halle über die BAB erfolge, seien die Brose Baskets stets in den laufenden Prozess mit eingebunden gewesen. Umso überraschender komme nun die Absage über die Medien. "Ich schätze Franz Stegner sehr und habe ihn stets als kompetenten und loyalen Partner kennengelernt. Er hat uns auch in der Phase der Insolvenz sehr geholfen, als es galt, einen Namenspartner zu finden", schilderte der Manager. Er wolle daher in den nächsten Tagen das persönliche Gespräch mit Stegner suchen.

Laut Insidern, die namentlich nicht genannt werden wollen, hat Stegner der BAB ein Angebot unterbreitet, in dem er der Betriebsgesellschaft jährlich einen sechsstelligen Betrag bezahlen wolle. Allerdings sei damit verbunden gewesen, dass ein Teil des Geldes nicht in bar ausbezahlt werde, sondern in Form von Stühlen für die Arena.