Auf das schon jetzt bis in den Januar 2016 hinein terminierte Verfahren gegen den früheren Chefarzt Heinz W. in Bamberg werde seine Beförderung keine Auswirkungen haben, sagte Bernhard Lieb auf Anfrage: "Den Prozess werde ich zu Ende führen."
Seit der Indizienprozess am 7. April begonnen hat, vertritt Lieb darin die Anklagebehörde. Zeitweise nimmt ein zweiter Staatsanwalt teil.

Obwohl Lieb ab Mitte November dem Landgerichtsbezirk Coburg zugeordnet sein wird, kann er weiterhin eine bestimmte Aufgabe im Landgerichtsbezirk Bamberg wahrnehmen.

Er verweist auf das Gerichtsverfassungsgesetz, wonach ein Generalstaatsanwalt die Möglichkeit hat, einen Beamten seines Geschäftsbezirks - dieser deckt sich im konkreten Fall mit dem des Oberlandesgerichtsbezirk, also Ober- und Unterfranken - entsprechend zu beauftragen.


Erfahrener Strafverfolger

Generalstaatsanwalt Thomas Janovsky überreichte dem 56-Jährigen am Freitag die vom Bayerischen Justizminister Professor Winfried Bausback ausgestellte Beförderungsurkunde.
Dabei würdigte er Lieb als "sehr erfahrenen Strafverfolger". Bei ihm sei die Behördenleitung in Coburg in guten Händen, wird Janovsky in einer Pressemitteilung zitiert.

Lieb, der aus Staffelstein stammt, ist seit August 2010 ständiger Vertreter des Behördenleiters bei der Staatsanwaltschaft Bamberg und zuständig unter anderem für Kapitaldelikte.

Der Staatsanwaltschaft Coburg mit ihren zwölf Staatsanwälten obliegt die Verfolgung von Straftaten und die Strafvollstreckung in den Städten und Landkreisen Coburg, Kronach und Lichtenfels.