Zum 125. Jubiläum der Weihe der Kapelle der heiligen Philomena packten alle Neudorfer mit an und renovierten ihre Kirche, die nun wieder in festlichem Glanz erstrahlt. Den Festgottesdienst hielt Pfarrer Michael Herrmann. Frieden war das zentrale Thema seiner Predigt, wozu er auch alle Gläubigen aufrief. "Wenn sich jeder in Frieden in die Dorfgemeinschaft einbringt, ist das die beste Voraussetzung", schloss er.

Maria Grasser, Zweiter Vorsitzende des Kapellenvereins, hieß am Ende des Gottesdienstes die beiden Ordensschwestern Adelmaris und Birgit Loch willkommen, die beide aus Neudorf stammen. Letzere wirkt in Südafrika und hat zur Zeit Heimaturlaub. Sie dankte Mesner Stephan Grasser und besonders dessen Vorgänger Alfred Deinlein für über 40 Jahre Mesnerdienst. Auch die Verdienste des Vorsitzenden Georg Grasser würdigte sie. Bei der Chronik erzählte sie, dass 1933 die Sakristei angebaut wurde. Zum Schluss wies sie noch darauf hin, dass zum Kapellenjubiläum ein Kalender erstellt wurde, der bei ihr auch bestellt werden könne.

Bürgermeister Roland Kauper (CSU) dankte den Neudorfern für die vielen freiwilligen Leistungen. Die Stadt Scheßlitz habe 7300 Euro und das Erzbischöfliche Bauamt 1320 Euro Zuschüsse gewährt. "Man merkt hier, mit wie viel Herzblut gearbeitet und dieses Jubiläum vorbereitet wurde!"

Nach dem Schlusssegen trafen sich alle im Dorfgemeinschaftshaus zum Frühschoppen. Dort konnte eine Ausstellung über die Kapelle besichtigt werden. Am Nachmittag gab es noch ein Geschicklichkeitstournier.