Der zweite Bauabschnitt der Schulsanierung prägt mit Kosten von 2,5 Millionen Euro den diesjährigen Haushalt der Gemeinde Frensdorf - gut angelegtes Geld nach den Worten von Bürgermeister Jakobus Kötzner (AWL). Denn die Gemeinde will junge Familien anziehen und so dem demografischen Wandel entgegenwirken. Die Einwohnerstatistik würde dies belegen.
"Ein solider Haushalt", stellte Kötzner bei der Verabschiedung des Etats 2015 fest, der ein Gesamtvolumen von 10,5 Millionen (Verwaltungshaushalt 6.2 Mio, Vermögenshaushalt 4,3 Mio) hat. Die Sanierung der Schule ist auch für die Kreditneuaufnahme in Höhe von 970 000 Euro verantwortlich. Eine 2,5 Millionen teuere Maßnahme mit einem Kredit von 970 000 Euro zu bewältigen, ist nach Meinung von Kämmerer und Geschäftsleiter Köppl "eine starke Leistung".

Noch nicht sicher

Die drei Bauabschnitte der Schulsanierung sind insgesamt auf rund fünf Millionen veranschlagt. Im nächsten Jahr stünde noch der dritte Abschnitt, der Bau des Verwaltungstrakts, mit 1,1 Millionen an. Ob man diesen dann angeht, scheint derzeit noch nicht sicher.
Die Schulden der Gemeinde steigen durch die neue Kreditaufnahme auf 3,4 Millionen, woraus sich bei 4934 Einwohnern eine Pro-Kopf-Verschuldung von 695 errechnet. (Landesdurchschnitt 711 Euro). Der Haupt- und Finanzausschuss hatte den Haushalt ausführlich beraten und dem Gesamtgremium einstimmig zur Billigung empfohlen. Dem schlossen sich die Räte bei der Verabschiedung ohne Ausnahme an.
Diskutiert wurde dennoch: Über eine mögliche Umschuldung alter Darlehen aufgrund der derzeit sehr niedrigen Zinsen. Manfred Wurm (VW) sah in einer Ablösung der alten höher verzinsten Darlehen durch neue Kredite mit geringeren Zinsen eine wirtschaftliche Lösung. Dem wollte Günter Diller (AWL) nicht zustimmen: "Wenn das der Haushalt am Ende des Jahres hergibt, bin ich bereit höhere Summen zu tilgen."

"Strafzinsen drohen"

Neue Schulden aufzunehmen, um alte zu tilgen, hielt Diller jedoch für den falschen Weg. Ganz abgesehen davon, dass dies zu "Strafzinsen" führen könne, wie Bürgermeister Kötzner zu bedenken gab. Da die Darlehen nahezu vollständig aus Sonderprogrammen stammen, könne man sie ohnehin nicht ablösen, erläuterte Geschäftsleiter Köppl.
Manfred Drescher (CWL) interessierte, was von den versprochenen Spenden des Vereins Naturbadesee bereits eingegangen oder zu erwarten sei. Nach den Worten des Geschäftsleiters waren das im vergangenen Jahr 10 500 Euro.
Zugesagt habe der Verein 100 000 Euro. Köppl rechnet jedoch mit Spenden sobald der Naturbadesee eingeweiht ist. Diese sollen durch den symbolischen Verkauf von Seeflächen eingehen.