Rattelsdorf Nachdem der Haupt- und Finanzausschuss sich sehr intensiv mit dem Haushalt und den eingegangenen Anträgen beschäftigt hatte, konnte in der Sitzung des Marktgemeinderats ein Haushalt mit einem Gesamtvolumen von rund elf Millionen Euro einstimmig verabschiedet werden. Der Verwaltungshaushalt schließt mit rund 7,8 Millionen Euro ab. Dem Vermögenshaushalt können circa 969 000 Euro zugeführt werden, während für Investitionen rund 3,2 Millionen Euro verfügbar sind. Kreditaufnahmen sind also nicht erforderlich.

Bürgermeister Bruno Kellner (VU) sprach von großen Brocken, die heuer und in den nächsten Jahren zu schultern seien. Dazu gehöre der Abriss, die Sanierung und der Teilneubau der Grundschule in Rattelsdorf. Hier fallen in den nächsten Jahren Kosten von circa sechs Millionen Euro an. Für die ersten Bauschritte sind im Haushalt 2016 schon rund 250 000 Euro eingeplant.


Förderungen vom Staat

Bei der Breitbandversorgung für die nördlichen Gemeindeteile, deren Kosten sich auf etwa 600 000 Euro belaufen, kann die Gemeinde mit einer Förderung vom Freistaat Bayern von rund 475 000 Euro rechnen.

In der Abtenberghalle müssen die Wasserleitungen saniert werden, was etwa 154 000 Euro kosten soll. Die Bauarbeiten am Torhaus sind mit gut einer Million Euro veranschlagt. Schon jetzt sind die Dachziegel abgetragen worden und das Gebäude wird statisch berechnet. Für weitere Baumaßnahmen sind heuer 530 000 Euro im Haushalt vorgesehen. Kellner kündigte an, dass im Herbst weitere Vergaben für das Gebäude erfolgen sollen. Zum Torhaus wurde, ebenfalls einstimmig, der Vertrag mit der Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung Rattelsdorf abgeschlossen. Die Sanierung wird gefördert mit 80 000 Euro.


Neuer Standort beschlossen

Eine fast schon unendliche Geschichte ist der Mehrgenerationenplatz in Rattelsdorf, für dessen Bau 150 000 Euro veranschlagt sind. Diskutiert wurde im weiteren Verlauf ein neuer Standort am Schulsportgelände, statt des geplanten Standorts an der Ebinger Straße.

Tanja Potrykus von der Firma Spielträume stellte jetzt die Planung vor. Der Platz gliedert sich in verschiedene Spielbereiche mit einem Areal für die Kleinkinder, ein Jugendbereich, ein großen Kletterbereich mit Burg und Hügel sowie einer Seilbahn. Am Rand des Platzes werden Fitnessgeräte aufgestellt.

Diskutiert wurden die Einbeziehung des Umfelds und ein Wasserspielbereich. Gegen fünf Stimmen wurde der Standort am Schulsportgelände beschlossen.

Zwei neue Baugebiete

Das Konzept für zwei kleinere Bebauungspläne mit integriertem Grünordnungsplan stellte Frank Schönfelder von der Planungsgruppe Strunz dem Marktgemeinderat vor.

Am Ortsrand von Ebing soll das Baugebiet "Am Ruhstein Süd" entstehen und auf einer Fläche von rund 0,5 Hektar werden acht Einzelgrundstücke ausgewiesen. Parallel dazu wurde der Flächennutzungsplan geändert.
Für das Areal "Gartenstraße Ost" lagen zwei Vorschläge auf dem Tisch: Einmal eine Bebauung mit Reihenhäusern und eine Alternative mit elf Baugrundstücken. Mit der Reihenhausbebauung konnte sich der Marktgemeinderat nicht anfreunden. Der Aufstellungsbeschluss wurde für die Planung mit elf Einzelgrundstücken gefasst. Auch hier musste der Flächennutzungsplan geändert werden.

Für die Bebauungsplanänderung "Seelein Klöppele" fasste das Gremium, nach der öffentlichen Auslegung, die entsprechenden Beschlüsse. Bei geplanten sieben Baugrundstücken entstehen im östlichen Teil jetzt zwei größere Grundstücke.