Der neue Radweg zwischen Eichelsdorf und Ermershausen wird zu einer sportlichen Herausforderung, wie die Vorstellung der Planung durch Peter Ruck vom TBW Eltmann am Montag in einer gemeinsamen Gemeinderatssitzung der Stadt Hofheim und der Gemeinden Burgpreppach, Ermershausen und Maroldsweisach im Saalbau Hartleb in Maroldsweisach zeigte.

Bürgermeister Wilhelm Schneider (Maroldsweisach) informierte, dass man in vielen Gesprächen festgelegt habe, während des Baus des Radweges gleich ein Breitband für DSL oder wenigstens ein Leerrohr zu verlegen. Einwände seitens des Naturschutzes bezüglich seltener Tiere wie Fledermäuse, Haselmäuse oder Schmetterlinge hätten zudem Änderungen der Trasse und einen höheren Flächenausgleich gegenüber der ersten Vorplanung nötig gemacht, was die Sache nicht einfacher mache.

Nun plant man Schneider zufolge mit Kosten in Höhe von 4,77 Millionen Euro, die zu 85 Prozent gefördert werden sollen. Nach dieser Berechnung verbleibt bei den Gemeinden ein Eigenanteil in Höhe von 715 740 Euro, der sich je zur Hälfte auf die Einwohnerzahlen zum 30. Juni 2013 und nach den gemeindlichen Streckenlängen aufteilt. Auftraggeber ist die Gemeinde Bundorf, die den längsten Streckenabschnitt hat.

Hofheim hat 205 000 Euro, Bundorf 216 000 Euro, Ermershausen 59 000 Euro und Maroldsweisach 234 000 Euro beizusteuern. Bei Bundorf kommen nochmals 40 000 Euro für die Verlegung der Wasserleitung bei Schweinshaupten hinzu. Die Verlegung von Leerrohren würden rund 185 000 Euro kosten.

Viele Steigungen
Schneider teilte mit, dass heuer noch die "Rehbergkuppe" zwischen Ermershausen und Maroldsweisach abgetragen und der Radweg auf Ermershäuser Seite gebaut wird. Die Reststrecke nach Maroldsweisach soll zeitnah erfolgen. Peter Ruck vom Planungsbüro stellte das Projekt Eichelsdorf-Ermershausen vor, das in Eichelsdorf Richtung Schweinshaupten auf der rechten Seite beginnt. Im Bereich der "Eichelsdorfer Steige" wird der Weg im felsigen Bereich neben der Staatsstraße 2284 verlaufen. Durch Abtragen der Trasse erhoffe man sich auch eine bessere Kurvenübersicht für den Verkehr. Der Radweg bleibt auf der gleichen Seite und führt bis zur "Stöckacher Höhe", wobei der Parkplatz mit benutzt wird. Ab der Abzweigung führt der Radweg rechtsseitig bis Schweinshaupten, wobei die Felsenkeller mit Fledermausbesatz berücksichtigt werden müssen. In Schweinshaupten kommt noch ein neues Brückenbauwerk über die Baunach hinzu, da das Straßenbauamt die Nutzung der Straßenbrücke als zu gefährlich einstuft. Nach Schweinshaupten führt der Radweg auf der gleichen Seite die "Schweinshauptner Steig" hinauf.

Nachdem seitens der Räte die zu großen Steigungen bemängelt wurden, erklärte Bürgermeister Schneider, dass nur eine Förderung erreicht werden konnte, wenn die Streckenführung entlang der Staatsstraße verläuft. Er sieht in dem neuen Radweg eine sportliche Herausforderung, die aber mit einem E-Bike leicht zu schaffen sei. Alfons Schanz verwies darauf, dass der Radweg auf Straßenhöhe gehalten wird und eine Verlegung der Trasse ins Ermetztal nur 17 Höhenmeter weniger auf der gesamten Strecke gebracht hätte.

Die vier Gemeinderäte stimmten mit einer Gegenstimme aus dem Hofheimer Stadtrat zu. Einstimmig wurde festgelegt, dass mit dem Radwegbau auch ein Glasfaserkabel oder Leerrohr zu verlegen sei.