Kurz nach Mitternacht teilte ein 40-jähriger Autofahrer der Polizei mit, dass ein Wohnmobil mit belgischer Zulassung zwischen Schlüsselfeld und Geiselwind rücksichtslos über alle Fahrstreifen und den Seitenstreifen in Richtung Frankfurt fahren würde. Der Fahrer soll dabei mehrfach mit der Lichthupe geblinkt, zum abrupten Abbremsen genötigt und einen Schwertransport abgedrängt haben, um überholen zu können. Mehrere Polizeistreifen suchten nach dem Camper. Auf einem Parkplatz nach Rottendorf konnte das Wohnmobil gestoppt werden.

Bei der Überprüfung stellte sich dann laut Polizeiangaben heraus, dass gegen den 27-jährigen Fahrer ein Haftbefehl wegen Diebstahls erlassen worden war und er fast 900 Euro zu zahlen hatte. Der Mann konnte den Betrag aufbringen und so einem Gefängnisaufenthalt von 89 Tagen entgehen.

Wegen seiner Fahrweise leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr ein. Da er keinen dauerhaften Wohnsitz in Deutschland hat, musste er für die zu erwartende Strafe auch noch eine Sicherheitsleistung von mehreren Hundert Euro hinterlegen. kbj