Kein Wunder also, dass trotz eisiger Temperaturen die Laune beim Richtfest für das neue Feuerwehrhaus prächtig war. Nur einen Arbeitstag hatten die Zimmerleute gebraucht, um den hölzernen Dachstuhl auf das neue Domizil der Wehr im Eichenweg aufzuziehen. Nach alter Tradition wagten sich danach die Vertreter des Marktes Zapfendorf um Ersten Bürgermeister Josef Martin, die Vereinsverantwortlichen um Vorsitzenden Hansgeorg Amon und Kommandant Udo Seelmann und die Mannen der Kemmerer Zimmerei Richard Brehm auf das Gerüst. Den Richtspruch sprach Meister Sebastian Raab.

Bürgermeister Josef Martin zeigte sich erleichtert. Zehn oder gar 15 Jahre alt sei das Ansinnen, das alte Feuerwehrhaus zu ersetzen oder zumindest zu vergrößern. Drei mögliche Standorte seien ins Auge gefasst worden, letztlich habe sich der Markt Mitte des Jahres 2009 für den Kauf der Fläche am Eichenweg entschieden. Im Februar 2011 hätten die Verantwortlichen den Platz vor Ort besichtigt und mit Bauamtsleiter Mario Raab einen Bauplan ausgearbeitet.

Zu Baubeginn hätten sich dann leider, so der Bürgermeister, wegen der Untergrundverhältnisse leichte Verzögerungen ergeben. Inklusive des Grundstücks kostet das Feuerwehrhaus rund 150 000 Euro. Davon übernehme der Freistaat 46 500 Euro, so Martin. "Ein lang ersehnter Wunsch unserer örtlichen Wehr, der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses, wird nun endlich Wirklichkeit", drückte Feuerwehrvereins-Vorsitzender Hansgeorg Amon seine Freude aus. Wiederholt sei in den vergangenen Jahren das alte Domizil vom Landratsamt beanstandet worden. "Die Platzverhältnisse machten den Neubau erforderlich." Der Bauplatz sei in der Vorbereitungsphase der Dorferneuerung ausgewählt worden. Er zeigte die Vorteile auf: "Im gegenüberliegenden Gemeinschaftshaus sind Schulungsraum und sanitäre Anlagen vorhanden, so dass die Kosten für den Ersatzbau im Rahmen gehalten werden konnten." Im Namen des Feuerwehrvereins dankte er Gemeinderat und Bürgermeister Josef Martin, Bautechniker Mario Raab sowie Kommandant Udo Seelmann, der in der Planungsphase immer wieder auf die vorgeschriebenen Maße aufmerksam gemacht habe. Zudem lobte Amon die Baufirmen, die ihre Arbeit sehr gut gemacht hätten. md