Hauchfein war der Ölfilm, der am Montag gegen 8 Uhr auf dem Main-Donau-Kanal entdeckt wurde. Auf einer Länge von rund zwei Kilometern - zwischen Schleuse Bamberg und der Löwenbrücke - schillerte das Wasser bunt. Auf voller Kanalbreite.

Fein, aber von großer Wirkung: Die Schifffahrt musste während des Einsatzes der "Sondereinheit Ölwehr" der Bamberger Feuerwehr ruhen.

"Mit einer Ölsperre ist wenig auszurichten, wenn alles so verdünnt ist, dass Ölmolekül neben Ölmolekül schwimmt", erklärt Stadtbrandrat Matthias Moyano. Deshalb haben Ölabsorberschläuche, auf der Wasseroberfläche schwimmend zwischen zwei Boote gespannt, aufgenommen, was aufzunehmen war. Die Ursache der Verunreinigung ist unbekannt.

Neben 50 Feuerwehrleuten waren die Wasserschutzpolizeiinspektion Bamberg sowie Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamts Kronach, des Wasserschifffahrtsamts Nürnberg und des Umweltamts der Stadt Bamberg im Einsatz.

Nach momentanem Stand sei eine nachhaltige Beeinträchtigung des Gewässers durch die Verunreinigung nicht gegeben, berichtet die Bamberger Polizei. Gewässerproben zur Spurensicherung wurden durch das Wasserwirtschaftsamt in Zusammenarbeit mit der Wasserschutzpolizei entnommen.

Die Wasserschutzpolizei Bamberg bittet um Hinweise auf den Verursacher unter Tel. 0951/9129-590.