Den Schaden an den Fahrzeugen und der Ladung schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 100.000 Euro. Verletzt wurde zum Glück niemand, teilte die Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried mit.

Gegen 03:20 Uhr wollte ein 44-jähriger Kraftfahrer etwa sieben Kilometer nach der Anschlussstelle Geiselwind im Parkplatz "Heuchelsheim" eine kurze Pause einlegen, weil ihm die Blase drückte. Jedoch konnte er nicht in den Parkplatz fahren, ein Schwertransport stand bereits dort. Er entschloss sich deshalb mit seinem Sattelzug auf dem Verzögerungsstreifen stehen zu bleiben und seine Notdurft zu verrichten. Danach stieg er wieder ein und wartete darauf, dass die Durchfahrt frei würde. Dies ging eine Zeit lang auch gut, bis ein 58-jähriger Mann mit seinem 40-Tonner den rechts stehenden Sattelzug passierte. Er geriet zu weit nach rechts und riss dabei die Seiten der beiden Fahrzeuge auf. Dabei wurden auch Teile der Ladung (Schaltschränke) des stehenden Transporters auf die Fahrbahn geschleudert. Beide Fahrzeuge waren danach nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die beiden Fahrer kamen mit dem Schrecken davon.

Während der 58-jährige Kraftfahrer wegen seiner Unachtsamkeit nur ein Verwarnungsgeld zu entrichten hatte, erwartet den 44-Jährigen eine Anzeige wegen Parkens auf der Autobahn. Außerdem stellten die Beamten noch fest, dass seine Sattelzugmaschine nicht ordnungsgemäß zugelassen war.

Zur Unfallaufnahme und für die Bergung der Fahrzeuge und der Ladung sperrte die Autobahnpolizei den rechten Fahrstreifen in Richtung Nürnberg ab. Die Autobahnmeisterei Geiselwind sorgte für die entsprechende Beschilderung. Es bildete sich ein etwa zwei Kilometer langer Stau, der den Verkehr bis in den frühen Vormittag beeinträchtigte. ak