Zugegeben das Wetter am Wochenende war alles andere als fahrradfreundlich. Pullover statt T-Shirt waren angesagt. Dennoch ließen es sich auch heuer wieder zahlreiche Interessierte nicht nehmen, der inzwischen sechsten Auflage der Fahrradmesse am Maxplatz einen Besuch abzustatten. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Auswählen und gleich testen".

Dazu präsentierten zahlreiche Fach-Einzelhändler die ganze Breite von Zweirädern: angefangen vom Stadtrad über das Mountainbike bis hin zu Elektro- und futuristischen Rennrädern. Neben einer ausführlichen Beratung über aktuelle Trends bei Fahrrädern und Zubehör konnten die Besucher der Freilandmesse auf einem abgesperrten Areal inmitten des Maxplatzes ihr Wunschrad gleich Probefahren.

So wie der Oberhaider Michael Zikeli. Für seine Testfahrt hatte er sich ein ganz besonderes Rad ausgesucht, ein so genanntes "Fat Boy". Ursprünglich für Sand- oder Eiswüsten konzipiert, lässt es sich aber auch gut als Mountainbike für verschlungene und verwurzelte Waldwege in hiesigen Breitengraden einsetzen. Eine Straßenzulassung hat es nicht. Besonders auffällig ist es zudem durch seine extrem breiten Reifen. "Ich bin total begeistert. Am Anfang dachte ich, das Rad ist extrem schwer, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Es ist federleicht und lässt sich super fahren", schilderte Zikeli sedine Eindrücke. Vor allem lobte er die gute Federung, die jede noch so kleine Unebenheit ausgleiche.

Außerdem, so gesteht er, sei es durchaus ein Rad, mit dem man Blicke auf sich ziehen könne. Ob er die rund 1500 Euro dafür investieren werde, wisse er noch nicht. Denn eigentlich fahre er weniger im extremen Gelände mit dem Fahrrad, sondern überwiegend bei schönem Wetter zur Arbeit. Die Messe hingegen hatte er gerne besucht, da man hier die neuesten Trends auf dem Radlmarkt sehen könne.

Manche kauften gleich

Sehr gut angenommen wurde ferner die Möglichkeit, sein Fahrrad kostenlos überprüfen zu lassen. Sehenswert waren auch die Radvorführungen des Radsportvereins "Solidarität Bischberg". Und wer sein gebrauchtes Fahrrad verkaufen wollte, konnte dies über die "Fahrrad-Börse" der Kinderhilfsorganisation terre des hommes anbieten. An der Messe beteiligten sich ferner unter anderem die Radinitiativen ADFC und VCD, die Verkehrswacht und die Landespolizei mit Infoständen.

Aussteller zufrieden

Am Ende waren Besucher und Aussteller gleichermaßen zufrieden. "Es herrschte fast die ganze Zeit reger Betrieb. Viele Interessierte kamen vorbei, um sich ausgiebig zu informieren und beraten zu lassen", bilanzierte Aussteller Felix Rohrbach, Inhaber des Radgeschäftes "Bonanza". Es hätte aber einige Besucher gegeben, die die Messeangebote ausgenützt und sich vor Ort und Stelle ein neues Rad zugelegt hätten.