Allen Präventionsbemühungen von Polizei, Politik und Behörden zum Trotz, hat es am Sonntagnachmittag den nächsten schweren Motorradunfall auf der B22 am Würgauer Berg gegeben. Wie die Polizei auf Anfrage bestätigte, war ein Kraftradfahrer am Sonntagnachmittag gestürzt und verletzte sich dabei lebensgefährlich. Am frühen Montagmorgen starb der 21-Jährige trotz aller ärztlichen Bemühungen in einer Nürnberger Klinik, berichtet die Polizei.

Der Unfallort befindet sich kurz vor der Würgauer Höhe; das ist seit kurzem der einzige Abschnitt der Bergstrecke, an dem es Verkehrsteilnehmern noch erlaubt ist, neben der Straße zu halten.

Der 21 Jahre alte Mann aus dem Landkreis Kronach verlor gegen 15.00 Uhr in einer leichten Rechtskurve die Kontrolle über seine Maschine und prallte in die Schutzplanke. Das Motorrad und der 21-Jährige schlitterten noch einige Meter an der Schutzeinrichtung entlang. Mit schwersten Verletzungen brachte ihn ein Notarzt mit dem Rettungsdienst zum nahegelegenen Sportplatz. Von dort erfolgte der Weitertransport per Rettungshubschrauber. Laut Polizeiangaben war an dem Unglück kein weiterer Verkehrsteilnehmer beteiligt. Die örtliche Feuerwehr unterstützte die Polizei Bamberg-Land durch Verkehrsregelung und bei den Bergungsarbeiten.

Zeitgleich zweiter Hubschrauber nach Treunitz

Nahezu zeitgleich rückte ein paar Kilometer weiter ein zweiter Rettungshubschrauber an. Die 30 Jahre alte Frau, die von Eichenhüll kommend, nahe Treunitz gestürzt war, verletzte sich allerdings zum Glück nicht so schwer. Sie war als letzte einer Gruppe mit ihrer Maschine von der Straße abgekommen und im Graben gelandet. tst/ak