"An die Tröge fertig los"- auf dieses Kommando von Moderator Andreas Eiermann stürzten sich beim 13. Ebinger Sautrogrennen elf Mannschaften in ihren jeweiligen Sautrog. Allein schon das ein Erfolg, warenim Vergleich dazu 2014 nur acht Teams am Start.

Phantasievoller diesmal auch die Verkleidung, gab es doch bei der Siegerehrung neben dem Pokal und 100 Euro für die Siegermannschaft einen Preis für die attraktivste Kostümierung. Das "Abicher Sautrogrennen" ist einer der Höhepunkte des Ebinger Seefestes. Das bewiesen die vielen Zuschauer, die ihre Mannschaften anfeuerten und jeden Sturz in die Fluten begeistert kommentierten.

Dabei bildet das Einsteigen in die vom Veranstalter gestellten Sautröge schon die erste Hürde. Sorgfältig muss die Balance gehalten werden, um überhaupt ers in den Trog zu kommen. Teilweise brauchte es drei Versuche, bis den ambitionierten Kämpfern der Einstieg glückte.

Dem Publikum freilich gefiel es, wenn die Fahrer gleich am Anfang Bekanntschaft mit den Fluten machten. Für einige war damit der erste Lauf vorbei.

Dazu gehörte die Mannschaft von "Bamberg TV 1 Jörg Hofbauer und Kai-Uwe Scholz". Sie waren zum ersten Mal dabei. Mit ein bisschen Erfahrung wird es beim nächsten Rennen bestimmt besser. Mit den "Unglaublichen" trat heuer mit Helmut und Susanne Gunzelmann wieder ein Mixed Team an. "Der Partner meines Mannes ist ausgefallen, um 15 Uhr habe ich erfahren, dass ich den Ersatz machen soll", sagte Susanne Gunzelmann. Sie hat sich voll auf die Erfahrung ihres Mannes verlassen, nun Blut geleckt und kann sich durchaus vorstellen, im nächsten Jahr wieder anzutreten.

Moderator in den Fluten

Bekanntschaft mit dem Wasser des Baggersees machte beim 13. Sautrogrennen auch Moderator Eiermann. Als "Duo Infernale" trat er mit Matthias Will an. Trotz der Erfahrung von Andreas Eiermann, der erzählte dass er früher schon häufiger Sautrog gefahren sei, scheiterte das Duo im ersten Durchgang.

Gleich Bekanntschaft mit den kühlen Fluten machte ebenfalls das Team "Men in Black". Einer der Fahrer kam aus Tübingen und beantwortet die Frage, warum er in "Abich" ist, "weil Ebing geil ist.

Bis ins Halbfinale schafften es Jonas Merzbacher und Andreas Fischer. Der Gundelsheimer Bürgermeister mit "Abicher Wurzeln" und sein Co-Pilot waren schon öfter dabei. Sie dokumentierten, dass Erfahrung hilfreich beim Rennen ist.

Das Gegenteil allerdings bewies das Team "Manus 1". Auf Anhieb, also ohne jemals in einem Sautrog gefahren zu sein, packten Reiner Hammer und Eberhard Dorsch das Halbfinale.

Das Finale war dann ein Lokalderby: Die Mannschaft ASRF (Abicher Sautrogrennfahrer Alexander Groh und Martin Bundy ist seit einigen Jahren Seriensieger. Sie lieferten sich einen spannenden Kampf mit der Mannschaft "Ebing") mit Johannes Landgraf und Dominik Schmitt. Beide spielen sonst Fußball bei der SpVgg Germania Ebing und wollten es diesmal wissen.

Zum Schluss standen aber doch wieder Alexander Groh und Martin Bundy auf dem Siegerpodest.
Ein Zuschauer sagte tröstend zu den Zweitplatzierten: "Schaut mal, was die Sieger für große Hände haben, die schaufeln eine Menge Wasser weg."