"Sie hat ein Haus, ein kunterbuntes Haus...", sangen die Kinder der Caritas-Kindertagesstätten St. Elisabeth in Bamberg über Pippi Langstrumpf - und bald werden sie selbst ein neues Haus beziehen können. Nach einem halben Jahr Bauzeit wurde dem Rohbau die Krone aufgesetzt.

Nach einer langen Planungs- und Verhandlungsphase mit der Stadt Bamberg, deren Anfänge bis in das Jahr 2008 zurückreichen, wurde im Januar der erste Spatenstich gesetzt. Seitdem sei der Bauprozess reibungslos verlaufen, lobte Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein. Dies wünsche man sich auch für die Zukunft, um den geplanten Einzugstermin im Juni 2017 einhalten zu können.

Bereits im Dezember 2015 waren die Kinder der Einrichtungen in Container, liebevoll Schatzkisten genannt, umgezogen. Das alte Gebäude soll abgerissen werden. War es zu seiner Zeit fortschrittlich und innovativ, ist es nun veraltet und soll Platz für Neues machen.

Im neuen Caritas-Haus für Kinder werden der Kindergarten St. Elisabeth und die Kinderkrippe Bienenkorb zusammengelegt. Außerdem sollen die Gruppen nach einem neuen Konzept nicht mehr auf einzelne Zimmer beschränkt sein. Vielmehr entstehen verschiedene thematische Räume, die jeweils eine Aufgabe erfüllen. Im Kindergarten sind etwa eine Bibliothek, ein Werkraum und ein Musikraum geplant. Für den Krippenbereich soll es Räume zum Bauen, Spielen, Experimentieren und Schlafen geben.

Mit insgesamt 140 Plätzen wird das neue Kinderhaus die größte Kindertagesstätte in Bamberg sein. 4,8 Millionen Euro sind für den Bau veranschlagt, von dem ein Großteil durch den Freistaat Bayern und die Stadt Bamberg und eine Million durch das Erzbischöfliche Ordinariat getragen werden. 570 000 Euro bringt der Diözesan-Caritasverband Bamberg auf. Segenreiche Worte fand Weihbischof Herwig Gössl. Ein Haus, ein Dach über dem Kopf biete Schutz und dieser solle auch den Kindern und Erziehern angedeihen. Die Joseph-Stiftung als Bauleitung bedankte sich bei allen Beteiligten für das gute Voranschreiten der Arbeiten. Es sei die Leistung vieler Menschen, die Mut und Engagement verlange.

Zum Ende gab es nach dem Richtspruch noch eine Überraschung für alle Kinder. Bereits zu Beginn versprochen, brachte der Kran der Baustelle zwei funkelnde Ballons vom Himmel herab. Gefüllt mit Süßigkeiten und einer Mütze für jedes Kind sorgten sie bei den Kleinen für große Begeisterung.