Noch klafft zwischen Lohndorf und Tiefenellern eine rund 1,2 Kilometer lange Lücke im Radwegenetz im Gemeindegebiet. Die will die Kommune nun schließen. Das haben die Räte auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Finanziert werden soll der Ausbau des Radwegenetzes über das Sonderbaulastprogramm FAG 13 des Freistaates. "Wir sind bereits vor einigen Jahren in den Genuss dieses Förderprogramms gekommen und konnten damit den Radweg zwischen Schammelsdorf und Kremmeldorf errichten", schilderte Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU). Nun biete sich erneut die Möglichkeit, weitere Fördergelder vom Freistaat zu erhalten.

Das hätten zumindest das Staatliche Bauamt und die Regierung von Oberfranken nach einer Vorabfrage bereits in Aussicht gestellt. Zumal der Radewegebau von Seiten der Regierung sehr befürwortet werde.

Allerdings, so betonte Möhrlein weiter, schlage die Oberste Baubehörde beim Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr vor, die Planungen voranzutreiben, damit das Vorhaben Anfang September für eine Förderung 2016 angemeldet werden könne.

"Wir haben bereits im Jahre 2013 erste Planungen für einen Radweg in Auftrag gegeben. Auf diese können wir nun weiter aufbauen", schilderte der Bürgermeister.

Demnach soll der geplante Radweg entlang der Staatsstraße 2281 verlaufen. Damit könnte die letzte Lücke im Radwegnetz geschlossen werden, und die Gemeinde hätte einen durchgängigen Radweg von Litzendorf bis nach Tiefenellern. Das wäre laut Verwaltung ein wichtiger Meilenstein im Tourismuskonzept "Fränkische Toskana".


Für mehr Sicherheit

Der neue Radweg soll darüber hinaus aber auch für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen. Denn die oberste Baubehörde bescheinigte, dass zwischen den beiden Ortsteilen durchaus sehr schnell gefahren werde. "Deshalb sollten wir die Gelegenheit beim Schopf packen und den Lückenschluss in Angriff nehmen", so der Bürgermeister.

Vor allem da man auch dieses Mal wieder versuchen werde, eine hohe Förderquote zu bekommen. Ob sie sich allerdings wie beim Ausbau des Teilstücks zwischen Schammelsdorf und Kremmeldorf wieder auf 75 Prozent belaufe, sei noch offen.

Man müsse halt intensiv verhandeln, bekräftigte Möhrlein. Ein großer Vorteil jedoch sei, dass man für den Bau des Radwegs die alte Straßentrasse nutzen könne und diese sich schon größtenteils im Besitz des Freistaates befinde.

"Damals haben wir vorsichtige Hochrechnungen anstellen lassen. Und diese ergaben, dass wir mit Gesamtkosten um die 330 000 Euro rechnen müssen", berichtete Bürgermeister Wolfgang Möhrlein. Abzüglich der Förderung bleibe für die Gemeinde ein Restbetrag von 75 000 bis 85 000 Euro - je nach Höhe der Förderung. Wenn alles glattlaufe, könne nächstes Jahr mit dem Ausbau des Radwegs begonnen werden.

Der Gemeinderat nahm die Vorschläge der Verwaltung einstimmig an. Ziel soll es nun sein, bis September ein Konzept auszuarbeiten, um rechtzeitig die Förderung zu beantragen.