Bambergs Mitte konnte man am Samstagabend einmal ganz anders erleben. Im Gärtnerviertel, der Theuerstadt und in den Wachsbleichen tauchte man urplötzlich in stimmungsvolle, lieb dekorierte Hinterhöfe und Plätze ein.
Viele Menschen besuchten das von außen grün illuminierte Gärtnermuseum im Kerzenschein, wärmten sich am Lagerfeuer in einem der zahlreichen Hinterhöfe oder bestaunten ein mystisch beleuchtetes Gewächshaus. Egal ob in der Färbergasse, der Mittelstraße oder in den Hinterhöfen entlang der Unteren Königstraße - zu entdecken gab es bei den 21 Stationen viel.

Während die einen mit Kerzen, Licht und offenem Feuer die dunkle Jahreszeit erhellten, gab es so manche Kunstinstallation zu bewundern. So beispielsweise Bernd Wagenhäusers "Sternengucker" oder im "Freiluftkino", wo eine Häuserwand zur Leinwand wurde.

Zwar fühlten sich viele der zu Tausenden strömenden Zaungäste in die Hinterhöfe einer Großstadt versetzt. "Das Besondere war aber auch, dass die Hinterhöfe und Plätze trotzdem eine einmalige Ruhe ausstrahlten", freute sich eine Frau.

Am Ende waren nicht nur Besucher voll des Lobes, sondern auch die Interessensgemeinschaft "Aktive Mitte". "Ich denke wir haben es einmal mehr geschafft, dass unsere Besucher in jedem Hof eine neue Welt entdecken konnten", bilanzierte Sandra Trunk von der Interessensgemeinschaft.

Und dies, so freute sie sich, ganz ohne großen Kommerz und ohne jegliche Alkoholexzesse. Vielmehr sollten die Lichthöfe vor der hektischen Weihnachtszeit einstimmen auf den Winter. Außerdem habe sich die Veranstaltung fast schon als wahrer Geheimtipp von Bambergern für Bamberger entwickelt. "Zum einen haben alle Beteiligten mit vielen Ideen eine bunte Welt ins Leben gerufen. Zum anderen konnte man in den Hinterhöfen fast nur Bamberger Gesichter sehen."