"Giech Helau!", tönte es immer wieder durch das bei allen drei Narrensitzungen komplett gefüllte Sportlerheim, und das fast fünf Stunden lang. Also mussten die Besucher schon etwas Kondition mitbringen. Das muntere, bunte Völkchen um Sitzungspräsident Günter Dech tat alles, um die Gäste bei Laune zu halten mit tänzerischen, musikalischen und rhetorischen Höhepunkten und humoristischen Sticheleien in Richtung Gemeindespitze und Nachbarorte.

Zu sehen gab es zunächst die Tanzmädchen des FV, die als Stars aus Disneyland auftraten. Ihr Debüt in der Bütt hatte Sandra Stör, die für die Kita "Purzelbaum" in launigen Worten über das Alltagsleben einer Kindergärtnerin berichtete und ihren selbst entwickelten "Überlebensgürtel" vorstellte der neben Desinfektionsmitteln, Ersatzunterhosen und Schokolade gegen schlechte Laune auch einen Gehörschutz enthält. Dieser leistet nicht nur bei den Schreiereien der Kinder sonder auch beim "Gögerlied" des kleinen Jürgen gute Dienste.

Einen Tanz als "Straßgiecher Feuerbändiger" zeigten die Jungs und Mädels der Freiwilligen Feuerwehr, beim dem sie eine "Schönheit" aus den Flammen retteten.

Klosterbau in Starkenschwind?

Als Nonnen, die "undercover" unterwegs waren,um einen Standort für ihr neues Kloster zu suchen, berichteten Michaela Hollfelder und Sabrina Schütz. Scheßlitz war als neuer Standort komplett ungeeignet aber auch Giech konnte als geteilter Ort nicht genommen werden und so wird man das neue Kloster in Starkenschwind errichten.

Bei der Ordensverleihung für die über 100 vor, auf und hinter der Bühne Aktiven erhielt Sitzungspräsident Günter Dech für sein zehntes Jubiläum in diesem Amt ein Sonderorden aus Sandstein, der auch die schwere Bürde dieses Amtes ausdrücken sollte.

Der Männergesangverein hatte für seinen Auftritt wieder einige Ereignisse musikalisch aufbereitet. So berichteten die Sänger zum Beispiel, von dem "Spaß", mit den Notarztwagen durchs Schaufenster in die Versicherungsagentur zu fahren und vom Skiausflug der Giecher Stadträte, die zwar drei Fässer Bier aber keinen Zapfhahn dabei hatten und so doch bis zum Bau eines Ersatzhahnes Durst leiden mussten.

Die "Thekenfreunde 1308" brachten bei ihrem Tanz die Stars aus den Kinderserien ihrer Jugend auf die Bühne: Biene Maja, Pipi Langstrumpf und Jim Knopf mit ihren Freunden. Als "Giechburgcops" ermittelten Volker Bleier und Bastian Hecht von der Theatergruppe und vermutete hinter jedem der Giecher Verein gleich eine mögliche Terrorgruppe.

Eine Augenweide waren die Gymnastikdamen, die als "Leitenbach-Brachsen" die Olympia- Mannschaft der Synchronschwimmerinnen darstellten und hierfür die Bühne in ein Schwimmbecken verwandelten. Ebenfalls ihre Premiere in der Bütt hatte Petra Weidner zusammen mit ihrem Bruder Florian Roth. Das Duo berichtete über die Vorbereitungen auf die Führerscheinprüfung und erntete für die fiktive Fahrstunde und den Streit, ob die imaginärenAmpel nun dunkelorange oder tiefrot leuchtete, Lachsalven. Mit ihrer Choreographie als Regentänzerinnen begeisterte die Tanzgruppe des FV das Publikum.

Markus Schütz trat in seiner Büttenrede als Stadtrat auf, der den von der Stadt engagierten Imageberater Professor Ritze während seines Aufenthalts begleitete und über die Missgeschicke dabei berichtete. So wurde der kleine Hund des Professors bereits bei der Anreise nach Giech von einen Sangesbruder eingequetscht und benötigte ärztlichen Beistand.

Durch eine schmerzliche Erfahrung musste man feststellen, dass die hübsche Assistentin des Professors in Wirklichkeit ein Transvestit war. Auch der Professor selbst blieb nicht unverschont. Einen Bienenschwarmangriff aufgrund seines aufdringlichen Parfüms überstand er noch, der unsachgemäße Gebrauch eines Feuerwehrschlauches erforderte jedoch eine Einlieferungen in den Heizungskeller des Krankenhause zum Trocknen.

Den Schlusspunkt setzte die Gruppe "Bamboocha Pertusio", die mit ihrem Tanz als filigrane, zauberhafte Geschöpfe die Gäste in die Welt der "Schmetterlinge" entführte. Sie wurde, wie allen anderen Gruppen auch, vom Publikum zu einer Zugabe aufgefordert. Für den musikalischen Teil und den Ausklang des Abends war der Musiker Teo Schmitt verantwortlich.