Er hatte gegen den im April 2010 einstimmig vom Bauausschuss beschlossenen Abriss der Rampe zur Tiefgarage unter dem Landratsamt gewettert und und gedroht, alle daran Beteiligten zu verklagen.

Landrat Günther Denzler (CSU) verwahrte sich gegen die Vorwürfe, er und die Verwaltung hätten eine nicht notwendige, mehr als 200.000 Euro teure Baumaßnahme vorgeschlagen. Er verwies vielmehr auf den auf der Grundlage eines Gutachtens der Landesgewerbeanstalt gefassten Abrissbeschluss des Bauausschusses und den ein halbes Jahr später mit 11:1 Stimmen gefassten Beschluss, die Brücken-Rampe durch den Neubau einer unterfüllten Zufahrt zu ersetzen. Unterstützung erhielt Denzler von Bernd Fricke (Grüne), Andreas Schlund (CSU) und Franz-Josef Schick (SPD), der dem Landkreis empfahl, seinerseits gegen Georg Pfister juristisch vorzugehen.

Lediglich Johann Pfister (BBL) erhielt seine - zeitgleich mit dem Namensvetter geäußerten - Zweifel an der Notwendigkeit des Abrisses aufrecht, da er selbst Zeuge geworden sei, wie sich ein Abrissbagger zunächst vergeblich mit der alten Rampe abgemüht habe. Einen Rückzieher machte er insofern, dass er betonte, dass die Planung dafür nicht aus dem Landratsamt gekommen sei. Auch verzichtete er diesmal darauf, das Ganze als "Fall für den Rechnungshof" zu bezeichnen.

Schließlich legte der beauftragte Architekt Veit Bräuning als Beweisstücke noch zwei Stahlträger vor. An diesen sei deutlich Lochfraß aufgrund des Einsatzes von Tausalz zu erkennen. Das Bauwerk habe sich also "tatsächlich bereits in der Zerstörungsphase" befunden. Zudem, betonte Bräuning, seien die Statiker entgegen anders lautender Interpretationen, täglich auf der Baustelle.

Ursprünglich hatten dem Bauausschuss drei Varianten zum Umgang mit der Rampe vorgelegen: Sanierung, Abriss der Rampe und Neubau sowie Abriss der Rampe und Bau einer Straße. Für Letzteres habe man sich entschieden, weil es die wirtschaftlichste Lösung gewesen sei, stellt Kreisbaumeisterin Gabriele Pfeff-Schmidt klar. Mit der Straßenvariante spare man schließlich zukünftig Wartungs- und Pflegearbeiten.