Durch aufwändige Ermittlungen seit Oktober ergaben sich für die Spezialisten des Kommissariats für Rauschgiftdelikte ausreichend Anhaltspunkte für einen schwunghaften Handel im Raum Bamberg mit der hoch gefährlichen Droge Meth-Amphetamin. Hierbei geriet als mutmaßlicher Händler der 32-jährige, arbeitslose Bamberger ins Visier der Fahnder, berichtet die Polizei. Den Kripobeamten gelang es, dessen tatsächlichen Wohnsitz in einem kleineren Ort im Landkreis Bamberg ausfindig zu machen, obwohl er dort nie gemeldet war.

In Zusammenarbeit mit dem federführenden Bamberger Staatsanwalt griffen die Polizisten dann schließlich am Montagmittag im Bahnhofsbereich zu und nahmen sowohl den 32-jährigen Hauptverdächtigen als auch dessen 28-jährigen Begleiter aus dem Landkreis Bamberg vorläufig fest. Bei dem Jüngeren fanden sie eine geringe Menge Marihuana, was die Durchsuchung seiner Wohnung auf Anordnung der Staatsanwaltschaft nach sich zog. Dort befand sich eine professionelle Aufzuchtanlage mit über 50 Marihuanapflanzen, die teilweise bereits geerntet und zur Trocknung aufgehängt worden waren.

Die ermittelte Bleibe des 32-Jährigen barg allerdings den noch größeren Fang: 170 Gramm Crystal in Tüten, mehrere Tausend Euro Bargeld und waffenähnliche Gegenstände, darunter auch ein verbotener Schlagring, förderte die akribische Durchsuchung zu Tage. Die Prüfung der Waffen in Bezug auf die einschlägigen Vorschriften des Waffengesetzes dauert noch an.

Die Staatsanwaltschaft Bamberg beantragte beim zuständigen Amtsgericht Bamberg für den 32-Jährigen die Untersuchungshaft. Der Richter folgte diesem Antrag und erließ am Dienstag Haftbefehl. Der 28-jährige Betreiber der sichergestellten Marihuanaplantage muss sich mit einem Verfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz auseinandersetzen. Er wurde nach Abwicklung aller Formalitäten vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen von Kripo und Staatsanwaltschaft Bamberg dauern an.