Dieses Jahr wird das Jubiläum des Weltkulturerbes gefeiert, und was nur wenige wissen: Auch die Konzert- und Kongresshalle feiert 20-jähriges Bestehen. Am Anfang des Hallenprojekts stand der Wunsch, die unzureichenden Arbeits- und Aufführungsbedingungen der Bamberger Symphoniker zu verbessern. Die provisorische Lösung im "Dominikanerbau" wies hohe Defizite in der Akustik auf.

Im Jahr 1988 trag der Stadtrat die richtungweisende Entscheidung, nicht nur einen Konzertsaal zu bauen, sondern das Hallenprojekt als Mehrzweckhalle zu errichten. Nach einer vierjährigen Bauzeit konnte die Stadt Bamberg das Projekt "Konzert- und Kongresshalle - Sinfonie an der Regnitz" am 10. September 1993 einweihen.
"Die Kongresshalle zählt zu einem wichtigen Kongressstandort in Nordbayern", sagt Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) heute.

Mit der neu errichteten Konzerthalle kam auch die gewünschte positive Entwicklung der "Bamberger Symphoniker". Geschäftsführer Horst Feulner sagt: "Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Bamberger Symphoniker, auch Dank der Errichtung der Konzert-und Kongresshalle, in der Weltklasse der Orchester mitspielen." Aber auch in den Bereichen Kongresse und Ausstellungen, Wirtschaft und Wissenschaft sowie Unterhaltung und Muse habe die Konzert- und Kongresshalle in den 20 Jahren ihres Bestehens großen Zuspruch gefunden.

Heimatstätte der Symphoniker

Insgesamt wurden seit der Eröffnung 5350 Veranstaltungen vorbereitet, organisiert und durchgeführt. In 20 Jahren besuchten 3,2 Millionen Zuschauer und Zuhörer Konzerte, Events oder Ausstellungen im Haus an der Regnitz.

Ein Drittel aller Veranstaltungen entfielen auf klassische Musik. Dahinter verbergen sich hauptsächlich die Konzerte der Bamberger Symphoniker - Bayerische Staatsphilharmonie. Deren Intendant Marcus Rudolf Axt weiß das Haus für das Orchester zu schätzen: "Wir sind in der Konzerthalle daheim. Alle Proben und CD-Produktionen können wir hier aufnehmen. Die Symphoniker sind erster und wichtigster Mieter. Ein Stück weit fühlen wir uns auch als geistiger Besitzer."

Für Geschäftsführer Horst Feulner fällt die Bilanz positiv aus: "Man muss heutzutage ja immer abwägen - Gewinnbringer oder Kostenfalle? Wenn wir unser Niveau halten können, sind wir sehr zufrieden."
Am kommenden Sonntag, 29. September, steht für alle Interessierten Besucher als kleine Geburtstagsfeier ein sogenanntes "Wandelkonzert" auf dem Programm, eine Kombination aus "Tag der offenen Tür" und buntem Unterhaltungsprogramm. "Diese Art von musikalischen Workshops ist unser Beitrag, den wir zum Jubiläum beisteuern können", sagt Intendant Marcus Rudolf Axt. Den Besuchern soll vor allem die Möglichkeit gegeben werden, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Sie können ungezwungen an mehreren, zum Teil sehr außergewöhnlichen Auftrittsorten den verschiedenen Ensembles zuhören.

Der Eintritt für alle Besucher ist an diesem Tag frei.