Seit diesem Schuljahr gibt es an der Grund- und Mittelschule Strullendorf für alle 1. und 2. Klassen die Flexible Grundschule. Dieser Schulversuch, der an ausgewählten bayerischen Grundschulen bereits im Schuljahr 2010/2011 eingeführt und in Strullendorf bereits im letzten Schuljahr praktiziert wurde, ist nun auch auf die Teilgrundschule Amlingstadt ausgeweitet worden. Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Klasse werden bei diesem Modell gemeinsam unterrichtet.

Das Konzept berücksichtigt die Verschiedenheit der Kinder und nützt dies gewinnbringend für ein "Von- und Miteinanderlernen". Team- und Kommunikationsfähigkeit soll von Anfang an gefördert werden. Gleiches gilt für die Selbstständigkeit und das Selbstvertrauen der Kinder.

Bei der Vorstellung der neu gestalteten Räumlichkeiten dankte Rektorin Barbara Baur-Huther der Gemeinde Strullendorf für die finanzielle und personelle Unterstützung. Sie würdigte darüber hinaus das Wissen und die Lernfortschritte der Schulanfänger nach nur acht Wochen Unterricht. Schulamtsdirektor Clemens Spindler lobt den Mut und den Weitblick der Schulleitung, sich auf neue pädagogische Konzepte einzulassen. Damit leiste man einen wichtigen Baustein für den Erhalt des Schulstandorts Strullendorf.

Kinder entscheiden selbt

Mit dem neuen Konzept wurden räumliche Veränderungen in der Teilgrundschule Amlingstadt notwendig. Steht doch nicht mehr der Frontalunterricht in fest gefügten Klassenstrukturen auf dem Stundenplan, sondern die Kinder können eigenverantwortlich ihr Lernen und ihren Lernweg gestalten. So entscheiden sie selbst, ob und wie lange sie z.B. rechnen, schreiben oder sich im Augenblick mit dem Lebensraum des Eichhörnchens beschäftigen. Dies kann mit einem Partner, in einer Gruppe oder ganz allein geschehen. Sie werden dabei von der Lehrkraft beraten, die dann gezielt die "Leistungen individuell fordern und fördern kann". Aus diesem Grund sind auch verschiedene Räumlichkeiten notwendig, die entsprechendes Unterrichtsmaterial aufweisen und natürlich Platz für die jeweiligen Schülerinnen und Schüler bieten. Nach diversen Umbauarbeiten vor Ort sind eine Deutsch-, eine Mathematik- und eine HSU-Lernwerkstatt entstanden. Insbesondere letztere wird sich ständig verändern, je nachdem, welches Thema gerade behandelt wird.

Nach den offiziellen Reden zeigten die Schülerinnen und Schüler dann ihren Eltern ganz stolz die frisch renovierten und neue gestalteten Unterrichtsräume. Dabei wurde ihnen von den eigenen Kindern die neuen Lernwege gleich vorgeführt, die Laufzettel erläutert und das schon jetzt angeeignete Können unter Beweis gestellt.