Der Kaffee ist alle. Gleich am Anfang die Panne... Ausgerechnet. Da heißt es Ruhe bewahren. "Er läuft schon wieder durch", beruhigt Gertrud Glössner-Möschk, Leiterin der Lokalredaktion Bamberg, dann auch bei ihrer Begrüßung. Der Kaffee-Engpass ist schließlich ein gutes Zeichen: Gut 90 Leser sind am Mittwoch zum ersten Leserfrühstück der Lokalredaktion gekommen, das in weiser Voraussicht im Verlagshaus in der Gutenbergstraße stattfand. Die eigentlichen Räume der Lokalredaktion am Wilhelmsplatz hätten diesen Ansturm nicht verkraftet und wären aus allen Nähten geplatzt.

Im Haupthaus in der Gutenbergstraße war es nur der Kaffee, der bereits um 9 Uhr knapp wird. Die Themen gingen dagegen nicht aus. Neben Lokalchefin Gertrud Glössner-Möschk standen auch Redakteur Sebastian Martin und Redakteurin Anette Schreiber für Fragen und Anregungen der Leser zur Verfügung.


Mit Mundart eingestimmt

Anette Schreiber, die vielen besser als "Die Schreibera" bekannt ist, hat den "Effdee-Foämiddoch" in Mundart eröffnet. Sie stimmte darauf ein, nicht an Kritik zu sparen: Und die Fragen bei Hörnla, Krapfen und Laugenstangen brennen den Lesern entsprechend auf den Nägeln: Sie wollen mehr über die Stadtpolitik, mehr über das Thema Konversion erfahren - und Wolfgang Drewniok wünscht sich täglich ein Kreuzworträtsel.


Positive und negative Kritik

Es zeigt sich schnell: Die Interessen an der Zeitung, die Themen, die die Menschen bewegen sind vielfältig, wie auch der Inhalt, der im FT zu finden ist: Heinz Steinberg aus Bamberg macht sich für eine behindertengerechte Stadt stark, er sieht noch Verbesserungsbedarf und moniert auch gleich, dass vor der Tür beim FT kein Behindertenparkplatz zu finden ist. Ein anderer Leser lobt die Berichterstattung über die Villa Schröppel und den Denkmalschutz.


Ende gegen 12 Uhr

Kritik gibt es an diesem Morgen reichlich - positive wie negative. So hinterlässt ein Leser den Hinweis, dass doch beim nächsten Mal mehr gemeinsam diskutiert werden sollte. Und Hilde Steinheimer hat am Ende noch ein paar lobende Worte zur ersten Veranstaltung dieser Art übrig: "Ich finde die Idee super - das Leserfrühstück sollte mindestens einmal im Jahr angeboten werden!"

Nach drei Stunden des Tratschs und der Diskussionen war der Morgen dann schnell rum: Erst um 12 Uhr löste sich die Runde endgültig auf. Ein voller Erfolg, finden auch die Redakteure. Einen Satz gab es im Verlagshaus am Mittwoch jedenfalls öfters zu hören: "Ohne mein' FT könnte ich net sein!" Einer Neuauflage steht also nichts im Wege, denn auch vom nachgebrühten Kaffee war dann doch noch genug übrig. sem