Nicht nur von den Verantwortlichen, sondern auch von den zahlreichen Gästen gab es viel Lob für den Neubau, das "Luigi-Padovese-Heim". Auch die schon etwas älteren Gemeindemitglieder freuen sich über die "passende Gelegenheit sich treffen zu können" Die Jugend nahm mit selbstverständlicher Freude Besitz von den neuen Räumen. Johanna Jäger, die gute Fee der Ministranten, meinte: "Jetzt haben wir Platz für unsere Treffen". Einer jungen Frau war nur die Bewertung " Bestens" zu entlocken.

Als Erzbischof Ludwig Schick eintraf, war der Freie Platz vor Pfarrheim und Rathaus bereits voller Besucher. Gut kam an, dass er die Mühlendorfer Blasmusik herzlich begrüßte.Hausherr Pfarrer Walter Ries hieß die Gäste zur Festveranstaltung im Freien vor dem Pfarrheim willkommen. Neben dem Erzbischof wurden auch Gäste aus Mailand begrüßt, die Mitbrüder Luigis Nuntio und Morino, letzterer ist ein alter Bekannter in Stegaurach. Mit besonderer Freude wurde zur Kenntnis genommen, dass auch Luigis Bruder und dessen Ehefrau unter den Ehrengästen waren.

Kirchenpfleger Anton Tschiggfrey schilderte den Verlauf des Baugeschehens . Von den 1,1 Millionen Euro an Ausgaben sind ein großer Teil Zuschüsse. Noch nicht beglichen sind rund 300 000 Euro , die noch von der Kirchengemeinde aufgebracht werden müssen. Passend zum neuen Namen "Luigi-Padovese-Heim" wurde im Eingangsbereich ein künstlerisch wertvolles Relief mit den verschiedenen Lebensstationen von Bischof Luigi angebracht.

Bürgermeister Siegfried Stengel hob die besondere soziale Bedeutung des neuen Pfarrheims hervor. Es sei sicher ein Treffpunkt für alle. Die Gemeinde habe gern einen Beitrag von zehn Prozent der Baukosten übernommen. Das Rathaus erfreue sich jetzt mit Kirche, Pfarrhof und Pfarrheim einer besonders guten Nachbarschaft. Die Festansprache von Erzbischof Ludwig Schick wurde mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Er sprach von drei Hauptaufgaben, die die Kirche in der heutigen Zeit in besonderem Maße habe und die auch Bischof Luigi Padovese besonders wichtig gewesen seien, zum Beispiel das Verkündigen. Die heutige Kirche dürfe keine Angst haben und unbeirrt ihren Auftrag erfüllen, sagte Schick. Besonders wichtig sei auch das Feiern der Gottesdienste. Dabei weite sich das Herz der Menschen und werde aufnahmebereit. An dritter Stelle stehe die Gemeinschaftsbildung. Notleidende müssten dabei einen Platz finden. Diakonie und Caritas hätten eine besondere Aufgabe in der dienenden Gemeinschaft.

Der Bau sei für alle ein Zeichen, so der Erzbischof. Der Geist des Miteinanders, der Geist Luigis gehe durch die Räume. Die neuen Räume seien für alle da. Alle Gruppen sollten sich hier wohlfühlen. Nach den Fürbitten nahmen Erzbischof Ludwig Schick und Dekan Otfried Sperl die ökumenische Einweihung vor. Und nochmals ging Schick auf das Wirken Luigis, seines Freundes ein. "Luigi war ein Kommunikator für die Gemeinschaft, er hat Grenzen weggewischt". Missverständnisse habe er nicht gelten lassen und er hab auch dem Islam die Hand gereicht. " Sein Werk werden wir weiter führen, wir wissen nur noch nicht genau wie".