Die Suche nach Vergnügen und Spaß ist für junge Erwachsene ein Stück weit normal und prinzipiell gibt es dagegen sicherlich auch nichts einzuwenden. Problematisch allerdings kann es werden, wenn dabei übermäßiger Alkoholgenuss oder Drogen wie Crystal Meth ins Spiel kommen. Deutlich wurde dies einmal mehr im Drogenpräventionsstück "Voll in Ordnung", welches vor Neunt- und Achtklässlern in der Turnhalle am Kaiser-Heinrich-Gymnasium aufgeführt wurde.

Da kann es, wie in dem Theaterstück gezeigt wird, schnell passieren, dass aus dem bisherigen Klassenbesten ein schlechter Schüler und aus dem einstigen Schülerliebling ein Drogendealer wird. Wenn dann noch die Liebesbeziehung in die Brüche geht und die eigene Mutter lieber dem Alkohol frönt als ihrem Sohn zur Seite steht, kann schnell ein Lebenschaos entstehen, welches nicht selten tödlich endet.


Offenes Ende

Auch das Präventionsstück endete mit einem tödlichen Autounfall. Allerdings wurde der Schluss bewusst offen gehalten. Denn nun waren die Jugendlichen gefragt. In Gruppenarbeit sollten sie sich Gedanken machen, wie das Stück enden könnte. Die unterschiedlichen Ausgänge präsentierten sie im Anschluss selbst auf der Bühne.

Die Idee zum Drogenpräventionstheater entstand vor dem Hintergrund der "Crystal-Welle" in Oberfranken in enger Kooperation zwischen den Jugendringen, der Drogenpräventionsstelle der Polizei in Oberfranken und des Fränkischen Theatersommers, welcher auch die Aufführungen übernimmt. Nach Bamberg geholt wurde das Stück vom Stadtjugendring und dem Ambassador Club Bamberg, der die Aufführungskosten für vier Schulen in der Stadt sowie für vier im Landkreis übernimmt.

Ziel des Projektes ist es, ohne erhobenen Zeigefinger Jugendliche für einen verantwortungsbewussten Umgang mit legalen und illegalen Drogen zu sensibilisieren. Es richtet sich speziell an Neuntklässler beziehungsweise an Schüler ab 14 Jahren. Es kann auch von weiteren Schulen gebucht werden. Ansprechpartner hierfür sind die Stadt- und Kreisjugendringe sowie die örtlich zuständigen Drogenpräventionsbeamten der Polizei.