Büstenhalter, die vorne geöffnet werden, Kleider, bei denen der Reißverschluss hinten ist - Gucci, Prada und Armani können derart verwegene Entwürfe wagen. Weil sie Italiener sind. Weil Italiener keine Angst vor Verschlüssen haben.


Entspannung durch Hupen

Einem Römer beispielsweise, in seinem Automobil auf einer vierspurigen Autostrada unterwegs, ist völlig wurscht, wenn drei Spuren wegen einer Baustelle geschlossen sind. Er ignoriert die Warnschilder, beharrt auf seiner Fahrbahn so lange es irgend geht. Und wenn es dann nicht mehr geht, hupt er sich eine winzige Lücke frei und quetscht sich hinein, wo bereits andere hupen.


Eins links, eins rechts, eins links ...

Va bene, die Canzione di Amore im Radio versteht man nicht mehr, aber welch ein Verkehrsfluss! Eins links, eins rechts, eins links ... Reißverschlussverfahren: Es gibt wirklich Länder, in denen es funktioniert.


Ein deutsches Phänomen

In Deutschland, insbesondere derzeit auf der A 73, wäre so etwas unvorstellbar. Taucht Kilometer vor der Engstelle das erste Warnschild auf, wird sofort gebremst und zwar auf höchstens 40 Stundenkilometer. Dann wird voraaaaaausschauend auf die korrekte Fahrbahn gewechselt. Warum? Das hat keinen rationalen Grund. Es ist ein Phänomen. Offenbar fürchten einige Autofahrer, dass etwas Entsetzliches passiert, wenn die Spur endet. Ist das die German Angst? Die Angst vorm verhakten Reißverschluss? Liebe Korrektspur-Schleicher, fürchtet Euch nicht länger. Jedes Kind auf der Welt kennt die Lösung. Erst weinen. Dann: Maaama!