Das sorgte gestern Nachmittag in Buttenheim für Aufregung: Ein Heißluftballon absolvierte mitten im Wohngebiet - auf einem freien Bauplatz - eine Notlandung. Unversehrt entstiegen der Pilot und ein weiterer Mann dem Gefährt, bewundert von einer Vielzahl großer und kleiner Buttenheimer, die dieses Spektakel auf den Plan gerufen hatte.

Gerufen hatte Geschäftsleiter Peter Münch auch den Chef der örtlichen Feuerwehr, Johannes Schuberth. Zunächst freilich hat Münch etwa eine halbe Stunde lang von seinem Büro aus "komische Geräusche" vernommen. "Irgendwas hat gezischt." Zuerst dachte er sich dabei nichts Besonderes, sah dann irgendwann aber doch einmal von der Arbeit auf und aus dem Fenster raus: Er wurde mit einem wirklich ungewohnten Anblick belohnt. "Da war ein Heißluftballon, der es nicht über das Dach der Alten Schule geschafft hat." Das Gefährt sei immer weiter heruntergesunken.

Geistesgegenwärtig verständigte Münch den Feuerwehrkommandanten Johannes "Hansi" Schuberth, damit er die Lage abklärt und Weiteres veranlasst.

"Ich bin da gleich hin", so Schuberth auf Nachfrage des FT. "Der Ballon hat wenig Luft gekriegt", so seine Analyse. Weil der Mozartweg eine Sackgasse ist, hat er die mit seinem Privatfahrzeug kurzerhand abgeriegelt. "Damit nichts passiert." Den beiden Männern im Korb bescheinigt er, wie Münch, Manövriergeschick.

Inmitten dichter Bebauung hätten sie einen freien Bauplatz gefunden und dort eine saubere Landung hingelegt. Bewundert von den vielen Buttenheimern, die Urlaub hatten, und von Ferienkindern. "Das war wie wenn ein Ufo landet."

Freilich hatte Schuberth vom Boden aus auch verfolgt, wie das Gefährt zuvor immer wieder auf und abstieg und schon fast in einem Baum hängen geblieben wäre.

Unbeschadet verließen die Männer den Havaristen, der im Anschluss vom angerückten Helferteam auf Asphalt auseinandergebaut und dann abtransportiert wurde. "Da war doch wieder was los in Buttenheim", stellt Schuberth am Ende fest.