Das war es also, das erste deutsche WM-Spiel zu später Stunde, Anpfiff erst um 22 Uhr deutscher Zeit. Die Bundesregierung hatte im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft eine Lärmschutz-Verordnung beschlossen, die die Übertragung von Spielen auf Großbildleinwänden nach 22 Uhr erlaubt.

Gegen 0.40 Uhr war der Maxplatz fast leer

Bereits kurz nach dem Abpfiff setzten sich die rund 1000 Zuschauer, die laut Schätzung der Polizei gekommen waren, in Bewegung. Gegen 0.40 Uhr waren die letzten Menschen auf dem Maxplatz Polizisten, Sanitäter und Sicherheitsleute mit gelben Warnwesten - und eine Handvoll Fans, die unter den strengen Blicken des Sicherheitspersonals ein letztes Mal "Humba humba humba tätäräää" sangen. Noch bevor die Letzten den Platz verließen, begannen die Ordner bereits damit, die Absperrgitter aufzuräumen. Auch die Budenbesitzer machten zügig dicht. Die Polizei postierte sich mit Streifenwagen in der Verlängerung des Maxplatzes auf dem Grünen Markt. Doch länger verweilen wollte offenbar niemand am Übertragungsort des Spiels. Die Fans teilten sich auf - einige gingen in Kneipen zum Feiern, andere nach Hause. "Schließlich muss ich am nächsten Tag um sechs aufstehen und auf die Arbeit", wie Zuschauer David kurz nach Spielende sagte.

Auf dem Ordnungsamt der Stadt waren am Tag danach keine Beschwerden bekannt. Es sei sehr ruhig gewesen, sagte Stadtsprecher Tim-Niklas Kubach. "Das mag auch daran gelegen haben, dass es nicht so gut besucht war, wie die anderen Spiele." Das nächste späte Spiel wäre das Halbfinale, doch in das muss Deutschland erst mal kommen.